0:4! Effiziente Rapidler fertigen Vizemeister LASK im Liga-Schlager ab!

Der SK Rapid Wien feierte im Schlager der 16. Runde in der Tipico Bundesliga einen deutlichen 4:0-Auswärtssieg gegen Vizemeister LASK, der damit die erste Niederlage nach zuletzt sieben (!) Ligasiegen in Folge kassierte. Christoph Knasmüllner hatte mit seinem Treffer in der 34. Minute für den 0:1-Pausenstand gesorgt, ehe Taxiarchis Fountas in der 67. Minute nach einem Konter auf 0:2 erhöhte. Ein Eigentor von Petar Filipovic brachte das 0:3, ehe Aliou Badji in der 93. Minute den höchsten Auswärtssieg der Hütteldorfer in dieser Saison fixierte. 

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ismael setzt auf „Rapid-Spezialist“ Raguz - Kühbauer bringt Sonnleitner und Grahovac 

LASK-Coach Valerien Ismael nahm gegenüber dem 2:1-Auswärtserfolg in Trondheim nur eine personelle Umstellungen vor. An vorderster Front stürmte - wie schon im ersten Saisonduell gegen die Grün-Weißen im Allianz-Stadion - Marko Raguz, der damals einen Doppelpack erzielt hatte. Joao Klauss musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Aufseiten der Hütteldorfer gab es im Vergleich zum 1:1-Remis gegen Sturm Graz zwei personelle Änderungen. Mario Sonnleitner agierte heute in einer Dreierabwehrkette und ersetzt den verletzten Filip Stojkovic. Kelvin Arase, der gegen die Grazer noch als Stürmer aufgeboten wurde, agierte heute auf der rechten Außenbahn. Außerdem rotierte Srdjan Grahovac für Thomas Murg in die Startelf der Wiener. 

"Blitz-Einwurf" bringt Rapid-Führung - LASK-Sturmlauf bleibt unbelohnt 

Die Athletiker fanden bei prächtiger Atmosphäre in der Paschinger Raiffeisen-Arena den ersten gefährlichen Abschluss des Spiels vor: Nach einem hohen Zuspiel von Holland konnte Frieser den Ball recht unbedrängt herunternehmen, doch Strebinger eilte aus seinem Tor und bereinigte die Situation, ehe der Rapid-Keeper den Nachschuss von Ranftl ebenso entschärfen konnte (3.). Optisch waren die Hausherren in der ersten Minuten leicht überlegen, wenngleich die Wiener stark dagegenhielten. Die Schützlinge von Didi Kühbauer versuchten, aus einer gesicherten Defensive schnell umzuschalten.

Und in der 19. Minute fanden die Gäste aus Wien-Hütteldorf gar die Riesenchance auf den Führungstreffer vor: Knasmüllner eroberte auf der rechten Seite stark den Ball und flankte präzise ins Zentrum, wo Taxiarchis Fountas völlig freistehend aus kurzer Distanz aufs Tor köpfeln konnte, das Leder jedoch zu zentral platzierte, sodass Schlager den Rückstand verhindern konnte. Von einem Offensivfeuerwerk war man jedoch weit entfernt, weil es beiden Mannschaften an der spielerischen Linie und Konsequenz fehlte. Nach einem etwas längeren Leerlauf gingen die Gäste dank einer „Blitz-Aktion“ von Stefan Schwab in Führung, der sich den Ball bei einem Einwurf umgehend schnappte und mit seiner Ausführung Fountas auf die Reise schickte. Der hatte das Auge für den mitgelaufenen und völlig freistehenden Knasmüllner, der die Kugel gegen die Laufrichtung von Schlager stark versenkte - 0:1 (34.). Bitter für die Linzer: Den Einwurf für Rapid hätte es nicht geben dürfen, da der Ball nach Barac-Pass bereits im Out war. 

Es war ein absoluter Weckruf für die Oberösterreicher, die in den darauffolgenden Minuten einen Sturmlauf starteten. Zunächst setzte Frieser einen Kopfball an die Latte, ehe Raguz im Nachschuss an Strebinger scheiterte (36.). Kurz darauf erzielte Raguz den vermeintlichen Ausgleich, doch der LASK-Shootingstar stand beim Abspiel hauchzart im Abseits - eine Millimeterentscheidung (38.). Rapid hielt dem Dauerdruck der Athletiker jedoch stand und brachte die 1:0-Führung in die Halbzeit.

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Effiziente Rapidler fügen Vizemeister zweite Saisonniederlage zu

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften zurück auf das Spielfeld. Und die Hausherren machten gleich deutlich, dass sie darauf aus waren, den Spielstand auszugleichen. Rapid hingegen verstärkte die Defensive und verteidigte mit Mann und Maus. Und die Linzer hatten Pech, dass ein Kracher von Michorl von der Strafraumgrenze an die Latte knallte (57.).

Nachdem Goiginger in der 66. Minute an Strebinger gescheitert war, stellten die Gäste aus Wien nach einem blitzsauberen Konter auf 0:2. Nach einer LASK-Ecke ging es blitzschnell: Schwab auf Ljubicic, der mit einem feinen Zuspiel Taxiarchis Fountas bediente. Der Grieche konnte vom eingewechselten Renner nicht mehr entscheidend bedrängt werden und verwertete eiskalt - 0:2 (67.).

LASK-Trainer Valerien Ismael probierte mit Offensivkräften wie Klauss und Tetteh noch einmal für frischen Wind zu sorgen, doch die Linzer fanden gegen die tiefstehenden und stark verteidigenden Rapidler kein Rezept. Unmittelbar nachdem Goiginger in der 84. Minute offensichtlich wegen einer Schiedsrichterbeleidigung mit Rot vom Platz geflogen war, machten die Rapidler per Standard alles klar. Petar Filipovic lenkte eine Freistoßhereingabe von Rapid-Captain Schwab unhaltbar ins eigene Tor ab - 0:3 (84.). In der dritten Minute der Nachspielzeit legten die Wiener sogar noch einen Treffer nach: Murg schickte den eingewechselten Badji auf die Reise, der zum 0:4 einschoss (90.+3). 

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Tipico Bundesliga, Grunddurchgang, 16. Runde

LASK - SK Rapid Wien 0:4 (0:1)

Raiffeisen-Arena, Pasching; 6.100 Zuschauer (ausverkauft); SR Gishamer

Zum Live-Ticker LASK gegen Rapid Wien

Tore: Knasmüllner (34.), Fountas (67.), Filipovic (84./Eigentor), Badji (90.+3)

Rot: Goiginger (84./Schiedsrichter-Beleidigung)

LASK: A. Schlager - Wiesinger, Trauner, Filipovic - Ranftl, Holland, Michorl, Potzmann (61./Renner) - Goiginger, Raguz (76./Joao Klauss), Frieser (61./Tetteh)

Rapid: Strebinger - Sonnleitner, Dibon, Barac - Arase, D. Ljubicic (80./Schuster), Grahovac, Ullmann - Schwab - Knasmüllner (90./Murg), Fountas (73./Badji)

Gelbe Karten: Frieser (35.), Michorl (42.), Trauner (83.) bzw. D. Ljubicic (12.), Sonnleitner (40.), Arase (56.), Schwab (68.), Badji (82.)

 

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Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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