Zitterpartie: Die "Bullen" tänzeln bei der Admira am Rande einer Niederlage!

In der 16. Runde des Grunddurchgangs der tipico Bundesliga traf der FC Flyeralarm Admira auf den FC Red Bull Salzburg. Und dabei gelang es den Südstädtern tatsächlich dem großen Favoriten einen Punkt abzuluchsen. Klar war auch das nötige Glück auf der Seite des Gastgebers. Das aber auch nötig ist, um gegen ein solches Kaliber erfolgreich zu sein. Eine bittere Pille gilt es für die Salzburger zu schlucken. Denn das Gegentor in der 16. Minute war irregulär, denn Schlussmann Stankovic wehrte den Ball vor der Torlinie ab. Aber sei wie es sei, die "Bullen" sollten trotzdem imstande sein, dass Spiel drehen zu können. War diesmal aber nicht so. So musste man sich schlussendlich mit dem mageren Punkt begnügen. Was den Kampf um die Tabellenspitze wieder um ein Stück spannender gestaltet. Die Admiraner hingegen können einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf gutschreiben.

 

Sinan Bakis mit dem umstrittenen Admira-Tor

Die Salzburger, am 10. Dezember kommt es in der Champions League zum großen Showdown gegen Liverpool, haben sich zuletzt beim Heimspiel gegen St. Pölten nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Was zur Folge hat, dass der spielstarke LASK bis auf einen Punkt nähergerückt ist. Bei der Admira zählt für die „Bullen“ deshalb nur ein voller Punktegewinn. Wenngleich es die Südstädter zuletzt immer wieder gut verstanden, sich, wie beim Heimremis gegen die Austria, formatfüllend ins Bild zu stellen. Gegen die "Bullen" versucht es die Schmidt-Truppe mit einer Fünferkette zum Erfolg zu kommen. Sprich, die Admiraner haben es vor, den vielbesagten Autobus vor dem Tor zu parken. Die Gäste sind es dann auch, die vom Start weg, erwartungemäß das Heft in die Hand nehmen. 3. Minute: Junuzovic bedient Hwang, der umkurvt Keeper Leitner. Dann aber trifft er den auf der Torlinie stehenden Defender Sebastian Bauer am Kopf. Ein "Hunderter", den der Südkoreaner da leichtfertig in den Sand setzt. Was sich nachfolgend rächen sollte. 16. Minute: Eine Kerschbaum-Freistoßvorlage köpft Sinan Bakis auf das RB-Gehäuse. Der wiedergenesene Stankovic kann den Ball (anscheinend) nur mehr hinter der Torlinie abwehren - 1:0. Mit diesem Treffer nehmen die Südstädter den Marsch-Schützlingen vorerst den Wind etwas aus den Segeln. 27. Minute: Junuzovic zirkelt einen Freistoß in Richtung Kreuzecke - aber Angreifer Kolja Pusch kann per Kopf Schlimmeres verhindern. Mehr gibt es von den Salzburgern gegen seht tapfer agierenden Admiranern vorerst nicht zu vermelden - Halbzeitstand: 1:0.

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Das Bild täuscht: Gefallen sind nicht die Admiraner, hier Defender Sebastian Bauer, sondern die Salzburger mit Hee Chan Hwang, der das 1:1 erzielte. 

 

Hwang rettet den Salzburgern zumindest den Punkt

Was fällt den Salzburgern im zweiten Durchgang gegen den diszipliniert spielenden Tabellennachzügler ein. Oder kommt es etwa zur ganz großes Überraschung. Sprich, kassieren die "Bullen" im 16. Saisonspiel tatsächlich die erste Pleite. Fakt ist jedenfalls, dass die Mozartstädter vom Start weg ordentlich unter Druck stehen. Mit dabei jetzt auch "Bomber" Erling Haaland, der für Enock Mwepu gekommen ist. Die Salzburger benötigen auch in der zweiten Hälfte eine Anlaufzeit, bis der Motor auch wirklich auf vier Zylindern zu Laufen beginnt. Nach einer gespielten Stunde kommt es zu einer frappanten Überlegenheit, die man eigentlich schon früher erwarten durfte. Aber der Gastgeber wirft alles rein, um die nun sehr überlegen agierenden "Bullen" weiter vom Tor fernzuhalten. Was den Heimischen, die sehr viel Engagment an den Tag legen, auch herrvorragend gelingen sollte. So kommt es, dass den "Eurofightern" mehr und mehr die Zeit davonläuft. Dann aber die 77. Minute: Über Ramalho und Minamino kommt der Ball zu Hee Chan Hwang, der aus kurzer Distanz zum späten 1:1-Ausgleich trifft. Demnach war alles angerichtet für eine stürmische Schlussphase. Die "Bullen" werfen noch einmal alles nach vorne, Torschuss-Statistik 16:1, aber es sollte letztlich nicht sein. Admira Wacker schafft es tatsächlich den Salzburgern einen Zähler abzuknöpfen. In der Schlussminute kann sich noch einmal Admira-Torhüter Andreas Leitner erfolgreich in die Schlacht werfen - Spielendstand: 1:1. In der vorletzten Herbstrunde gastiert Admira Mödling am Sonntag, 8. Dezember um 14:30 Uhr in Mattersburg. Die Salzburger besitzen bereits am Tag zuvor mit der Startzeit um 17:00 Uhr das Heimrecht gegen den Aufsteiger WSG Tirol.

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Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer beim Zweikampf mit Fabian Menig, der zu den stärksten Admiranern zählte.

 

FC ADMIRA WACKER - FC RED BULL SALZBURG 1:1 (1:0)

BSFZ-Arena, 2.537 Zuseher, SR: Rene Eisner (Stmk.)

Admira Mödling (5-3-2): Leitner, Schösswendter (85. Toth), Bauer, Aiwu, Lukacevic, Menig. Kerschbaum, Hjulmand, Lackner, Pusch (92. Kadlec), Bakis (80. Paintsil)

Red Bull Salzburg (4-4-2): Stankovic, Onguene (40. Pogracic), Ramalho, Ulmer, Kristensen, Junuzovic, Mwepu (46. Haaland), Minamino, Szoboszlai (67. Okugawa), Daka, Hwang

Torfolge: 1:0 (16. Bakis), 1:1 (77. Hwang)

gelbe Karten: Schösswendter, Aiwu, Leitner bzw. Minamino 

stärkste Spieler: Leitner, Menig, Aiwu bzw. Ramalho

Stimmen zum Spiel:

Klaus Schmidt, Trainer Admira:

"Es war für uns ein Wellental der Gefühle. Wir hätten zu Beginn 0:1 hinten liegen können, dann wären wir dem Tor nachgelaufen. So haben wir durch den Lucky Punch vorgelegt. Das hat uns enorm gutgetan. Wir waren gegen den Ball sehr gut eingestellt. Mit dem 1:1 können wir gut leben und auch ein wenig stolz sein."

Jesse Marsch, Trainer Salzburg:

"Es war ein sehr komisches Spiel von uns, es war nicht einfach gegen eine tief stehende und starke Abwehr. Unser Spiel war von Beginn an nicht so intensiv wie sonst. Wenn anfangs das Tor gefallen wäre, wäre es vielleicht anders gewesen."

Cican Stankovic, Torhüter Salzburg:

"Wir können mit der Lage einfach nicht zufrieden. Ist es doch nach dem Heimspiel gegen St. Pölten nun zum zweiten Mal infolge nicht gelungen zu gewinnen. Mit unserer Art Fußball zu spielen hätten wir es diesmal aber auch nicht verdient gehabt. Das Gegentor, das keines war, ist eine bittere Geschichte. Aber so ist das Leben, wir müssen das einfach zur Kenntnis nehmen."

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Photos: GEPA pictures/Michael Meindl

by: Ligaportal/Roo

 

 

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