LASK stellt mit Auswärtssieg in Kärnten Austria-Rekord ein!

Der LASK feierte im tabellarischen Spitzenspiel der 17. Bundesliga-Runde einen 3:1-Auswärtssieg gegen den WAC. Petar Filipovic (21.) und Samuel Tetteh, der heute den rotgesperrten Goiginger ersetzte, sorgten für den 0:2-Halbzeitstand. Shon Weissman gelang in der 77. Minute zwar der Anschlusstreffer, doch Dominik Frieser sorgte in der 84. Minute für den 1:3-Endstand. Mit dem heutigen Erfolg haben die Linzer nicht nur ihre unfassbare Auswärtsserie prolongiert, sondern auch einen Rekord der Wiener Austria eingestellt. Bislang hielt die Wiener Austria mit neun Auswärtssiegen in Folge den Rekord in der Bundesliga. Nun konnten die Oberösterreicher mit ihrem neunten Auswärtssieg in Folge diesen Rekord egalisieren. 

Foto: Harald Dostal/fodo.media

WAC ohne gelbgesperrten Schmid - LASK muss auf Goiginger verzichten 

WAC-Interimscoach Mohamed Sahli musste im Vergleich zur Vorwoche eine Umstellung in der Startelf vornehmen. Christopher Wernitznig begann heute anstelle von Romano Schmid, der sich im Auswärtsspiel gegen Altach seine fünfte gelbe Karte in dieser Saison eingefangen hatte und daher gesperrt fehlte. 

Gästecoach Valerien Ismael nahm gegenüber der Heimpleite gegen Rapid drei personelle Wechsel vor. Rene Renner spielte heute statt Marvin Potzmann auf der linken Seite. Samuel Tetteh rutschte für den rotgesperrten Thomas Goiginger in die Startformation. Joao Klauss begann heute als Sturmspitze - Marko Raguz musste sich zunächst mit einem Platz auf der Bank begnügen. 

LASK bestimmt die erste Halbzeit des Schlagers

Nach einer Gedenkminute für zwei verstorbene WAC-Mitglieder wurde das tabellarische Spitzenspiel der 17. Runde angepfiffen. In den ersten Minuten dieses Spiels wollte jedoch keine der beiden Mannschaften so richtig in Fahrt kommen. In der 6. Minute fand Joao Klauss nach Renner-Flanke zwar die erste Chance der Partie vor, doch Kofler konnte den Kopfball des Brasilianers stark entschärfen. Der Vizemeister machte in der Offensive den etwas engagierteren Eindruck und kam durch einen Weitschuss von Michorl, der jedoch geblockt werden konnte, zur zweiten Chance der Partie (17.).

Wenig später gingen die Gäste aus Oberösterreich in Führung: Nachdem ein Kopfball von Trauner an der Latte gelandet war, kam der Ball zurück zu Joao Klauss, der den aus abseitsverdächtiger Position gestarteten Petar Filipovic bediente. Der Innenverteidiger traf aus kurzer Distanz zum 0:1 (21.). Für die Linzer war dies der 500. Auswärtstreffer in der Bundesliga-Geschichte. Kurz darauf wurde es kurios in der Lavanttal-Arena, als Michael Liendl und Marcel Ritzmaier binnen weniger Sekunden zweimal die Stange trafen (24.). Auf der anderen Seite verhinderte Kofler mit einer Kopf-Abwehr das 0:2 der Linzer stark (26.).

In der 41. Minute kombinierten sich die Gäste aus Linz zum zweiten Tor des Spiels: Frieser bediente Ranftl, der den Ball per Flanke in den Strafraum brachte. Dort setzte sich Klauss im Kopfballduell durch und legte ab auf Samuel Tetteh, der souverän auf 0:2 stellte. 

Der Vizemeister hat alles im Griff 

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften zurück auf den Platz. Am Spielgeschehen veränderte sich ebenfalls nichts, kontrollierten der Vizemeister doch auch die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten. Zehn Minuten nach Wiederbeginn lief Samuel Tetteh völlig unbedrängt Richtung Alexander Kofler zu, brachte den Ball aber nicht am WAC-Goalie vorbei (55.).

Während die Kärntner überhaupt nicht ins Spiel fanden und auch kein probates Mittel parat hatten, um die Athletiker zu gefährden, ließen die Gäste das Leder gut laufen. Doch in der 78. Minute gelang WAC-Goalgetter Shon Weissman aus dem Nichts der Anschlusstreffer: Liendl chippte den Ball zum eingewechselten Schöfl, der auf den Israeli quer legte. Weissman musste nur mehr einschieben - 1:2 (77.). Richtig spannend wollte in der Lavanttal-Arena aber nicht mehr aufkommen, da Dominik Frieser in der 84. Minute der Treffer zum 3:1-Endstand gelang. 

Stimmen zum Spiel

Mohamed Sahli (Trainer RZ Pellets WAC): „Wir haben am Anfang gut gespielt, aber der Knackpunkt war das 0:1 aus einem Abseits. Dann hätten wir das 1:1 machen können, machen das nicht und bekommen das 0:2. In der zweiten Halbzeit war das Positionsspiel besser und wir haben in die Räume mehr Bälle bekommen und das 1:2 gemacht. Dann mussten wir alles riskieren und haben 1:3 verloren. Wir haben gewusst, gegen wen wir spielen und es war ein brutaler Kampf.“

Valerien Ismael (Trainer LASK): „Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und wir sind von der ersten bis zur letzten Minute als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Die Mannschaft hat die richtige Antwort gezeigt und nach dem 2:1 das 3:1 erzielt. Wir haben das heute gut über die Bühne gebracht.“

Gernot Trauner (LASK): „Man kann nicht mehr von einem Lauf reden, das ist einfach konsequent gute Arbeit. Wir wissen, dass wir nicht nachlassen dürfen. Wir haben letzte Woche eine kleine Abreibung bekommen, aber der Fokus war wieder hundertprozentig vorhanden und jetzt freuen wir uns auf die letzten zwei Spiele.“

Peter Michorl (LASK): „Wir versuchen immer, unser Spiel durchzubringen. Auswärts versucht der Gegner das Spiel nach vorne zu bringen, weil sie das Heimspiel haben. Letzte Woche hat Rapid nicht wirklich viel für das Spiel getan und da haben wir uns schwergetan. Auswärts gelingt es uns überragend diese Saison und das wollen wir natürlich weiterführen.“

Quelle: Sky

Tipico Bundesliga, Grunddurchgang, 17. Runde

RZ Pellets WAC - LASK 1:3 (0:2)

Lavanttal-Arena; 3.113 Zuschauer; SR Lechner

Zum Live-Ticker WAC gegen LASK

Tore: Weissman (77.) bzw. Filipovic (21.), Tetteh (41.), Frieser (84.)

WAC: Kofler - Novak, Sollbauer, Rnic, Schmitz - Leitgeb - Wernitznig (83./Gölles), Ritzmaier (73./Sprangler)- Liendl - Weissman, Niangbo (39./Schöfl)

LASK: A. Schlager - Wiesinger, Trauner, Filipovic (62./Wostry)- Ranftl, Holland, Michorl, Renner - Frieser, Joao Klauss (83./Raguz), Tetteh (70./Reiter)

Gelbe Karten: Schmitz (45.), Rnic (56.), Sollbauer (80.) bzw. Holland (52.), Tetteh (58.), Reiter (74.), Renner (76.)

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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