Intensives 330. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria endet 2:2-Remis!

Das 330. Wiener Derby zwischen dem SK Rapid Wien und FK Austria Wien hat keinen Sieger hervorgebracht. Die beiden Rivalen trennten sich in einer intensiven Partie mit einem 2:2-Remis. Manprit Sarkaria brachte die Austria in einer verrückten Anfangsphase in der 3. Minute in Führung, ehe Stefan Schwab nur Sekunden später für den 1:1-Ausgleich sorgte. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang Benedikt Pichler per Flugkopfball die neuerliche Führung für die Violetten. In der 69. Minute erzielte Dejan Ljubicic den 2:2-Endstand. In der Schlussphase avancierte Austria-Keeper Lucic mit starken Paraden zum Matchwinner der Veilchen. 

Foto: Josef Parak

Rapid ohne "Papa Fountas" - Ilzer vertraut Startelf vom Hartberg-Spiel

Rapid-Trainer Didi Kühbauer musste gegenüber dem klaren 4:0-Auswärtssieg gegen den LASK eine personelle Umstellung vornehmen. Taxiarchis Fountas stand wegen Vaterfreuden (seine Frau erwartet wohl heute das erste Kind) nicht im Kader der Hütteldorfer. An seiner Stelle rotierte Aliou Badji in die Startformation der Grün-Weißen. 

Austria-Coach Christian Ilzer setzte wenig überraschend auf jene elf Herren, die am vergangenen Wochenende einen 5:0-Kantersieg gegen Hartberg eingefahren haben. Damit baute der gebürtige Steirer in der Offensive erneut auf die Youngsters Benedikt Pichler, Dominik Fitz und Manprit Sarkaria. An vorderster Front stürmte freilich Christoph Monschein, der gegen die Hartberger einen Dreierpack geschnürt hat. 

Verrückte Anfangsphase in Hütteldorf 

Nach einer beeindruckenden Stadion-Choreo der Rapid-Fans wurde das 330. Duell der beiden Stadtrivalen angepfiffen. Und der brisante Schlager begann mit zwei Knalleffekten: Zunächst konterte die Austria nach einem Ballverlust von Ullmann blitzsauber, Fitz brachte Monschein in Position, der das Auge für den mitgelaufenen Sarkaria hatte. Der Youngster blieb im Eins gegen Eins mit Strebinger cool und überlupfte den Rapid-Goalie stark - 0:1 (3.). Und mitten in den Jubel der Austria-Anhänger fiel der prompte Ausgleich: Knasmüllner tankte sich auf der rechten Flanke nach vorne und spielte das Leder ins Zentrum, wo Kapitän Stefan Schwab von knapp außerhalb des Strafraums abzog und den Ball im rechten Eck versenkte - 1:1 (4.). Was für ein Start in dieses 330. Derby!

Die Partie gestaltete sich höchst intensiv, da beide Mannschaften versuchten, in der Offensive für Akzente zu sorgen. Die Veilchen wirkten optisch leicht überlegen und fanden auch gute Chancen vor. Nachdem jedoch Badji nach einer schönen Einzelleistung den Ball knapp am Tor vorbei geschossen hatte, ging die Austria zum zweiten Mal in diesem Derby in Führung: Sarkaria brachte eine Flanke in den Strafraum, wo Pichler stark abtauchte und per Flugkopfball auf 1:2 stellte (39.). Diesmal folgte jedoch kein prompter Ausgleich, sondern es war eher die Wiener Austria, die vor der Pause nochmal nachlegen hätte können, doch Strebinger rettete die Hütteldorfer bei einem Schuss von Pichler vor einem höheren Rückstand (45.+1). 

Austrias Retter: Ivan Lucic hält Remis fest

Didi Kühbauer nahm zur Pause einen Doppelwechsel vor, brachte Thomas Murg und den 19-jährigen Adrian Hajdari (Bundesliga-Debüt) für Mario Sonnleitner und Srdjan Grahovac ins Spiel. Rapid startete engagiert in die zweiten 45 Minuten und fand durch einen Schuss von Ullmann die ersten Chance in Durchgang zwei vor (47.). Auf der anderen Seite musste Strebinger bei einem Weitschuss von Fitz eingreifen (51.). Kurz darauf ließ der Rapid-Goalie einen Freistoß nach vorne prallen, doch Madl brachte das Leder aus kürzester Distanz nicht im Tor unter (53.). Glück hatten die Rapidler nur wenig später, dass Referee Schörgenhofer ein klares Nachtreten von Badji nicht als Tätlichkeit gewertet hatte. 

In der Folge waren es jedoch die Hausherren, die im Derby ordentlich Dampf machten und sich eine Chance nach der anderen erarbeiteten. Nachdem Knasmüllner in der 68. Minute haarscharf an einer Hereingabe vorbeigesegelt war, erzielte Dejan Ljubicic nur wenig später den erneuten Ausgleich: Kelvin Arase brachte Ljubicic in Position, der Lucic mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance ließ - 2:2 (69.). Kurz darauf rauschte ein Badji-Schuss aus spitzem Winkel haarscharf am langen Eck vorbei (75.). 

Rapid wirkte in der Schlussphase entschlossener und giftiger: Hajdari brachte den Ball in der 81. Minute per Maßflanke in den Strafraum, wo Badji den Kopfball eigentlich gut setzte, doch Lucic parierte stark. Kurz darauf kam Knasmüllner nach Murg-Querpass aus kürzester Distanz zum Abschluss, brachte das Leder aber nicht an Lucic vorbei (86.). Drei Minuten später lief Knasmüllner alleine auf Lucic zu, scheiterte jedoch erneut am Austria-Keeper, der in der Schlussphase zum Retter der Veilchen mutierte. In der Nachspielzeit zeigte Lucic einen weiteren starken Safe gegen Badji. 

"Nur ein Ego sticht hervor": Rapid-Fans sticheln gegen Hans Krankl!

Rapid-Fans mit Hammer-Choreo vor 330. Wiener Derby! 

Nazi-Skandal überschattet 330. Wiener Derby!

Die Interviews nach dem Spiel


Quelle: YouTube

 

Tipico Bundesliga, Grunddurchgang, 17. Runde

SK Rapid Wien - FK Austria Wien 2:2 (1:2)

Allianz-Stadion; 26.100 Zuschauer (ausverkauft); SR Schörgenhofer 

Zum Live-Ticker Rapid Wien gegen Austria Wien

Tore: Schwab (4.), D. Ljubicic (69.) bzw. Sarkaria (3.), Pichler (39.)

Rapid: Strebinger - Sonnleitner (46./Hajdari), Dibon, Barac - Arase, Grahovac (46./Murg), Schwab, Ljubicic, Ullmann - Badji, Knasmüllner

Austria: Lucic - Klein, Palmer-Brown, Madl, Martschinko - Ebner, Grünwald - Pichler (80./Serbest), Fitz (88./Wimmer), Sarkaria - Monschein (89./Edomwonyi)

Gelbe Karten: Dibon (61.), Ullmann (66.), D. Ljubicic (72.) bzw. Monschein (68.)

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth 

 

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