In der 2. Runde traf im UNIQA ÖFB Cup der FC Flyeralarm Admira auf den KSV 1919. Und dabei sah es anfangs danach aus, dass die Südstädter soweit nichts anbrennen lassen. Aber mit dem 1:1-Ausgleich in der 47. Minute kehrte völlige Verunsicherung ins Spiel der Hausherren ein. Was dann die "Falken" rasch zu nützen wussten. So konnte man die Partie bis zum Ende der Verlängerung völlig offen gestalten. Auch den postwendenden Ausgleich in der 119. Minute steckten die jungen Steirer anstandslos weg. Dem ganzen setzten die Gäste dann beim Elferschießen die Krone auf. Schon sah man aus wie der sichere Verlierer, aber letztlich reichte es dann doch noch zum vielumjubelten Achtelfinal-Aufstieg.

Admira

(Hartumkämpfte Zweikämpfe standen beim Zweitrunden-Cupspiel in der Südstadt auf der Tagesordnung)

 

Roman Kerschbaum trifft für die Admira

Die Admira war in der 1. Runde beim Regionalligisten Hertha Wels erfolgreich, Kapfenberg ist es gelungen zuhause die „Hürde-Anif“ zu überspringen. Bei diesem Zweitrundenspiel war, nicht zuletzt auch aufgrund des Heimvorteils, der Bundesligaclub mit der Favoritenrolle behaftet. Wenngleich man den Mürztalern aber doch auch eine Außenseiterchance bescheinigen muss. Der Gastgeber, ohne Starkl, Kadlec, Maier und Aiwu, ist dann vom Start weg sehr darum bemüht, sich entsprechend formatfüllend ins Bild zu stellen. 8. Minute: Rapid-Zugang Stephan Auer versucht es aus der Distanz, Gästekeeper Franz Stolz lässt sich aber nicht überraschen. 11. Minute: Marco Hausjell hat die Admira-Führung vor den Beinen, wieder erweist sich Torhüter Stolz als Spielverderber. Die Ibrakovic-Truppe kommt kaum raus aus der eigenen Hälfte. Man steht sehr tief, lässt den Gegner kommen und ist dann bemüht, aggressiv an die Sache heranzugehen. Aus einem Entlastungsangriff heraus gelangt dann in der 19. Minute Levan Eloshvili zur ersten Kapfenberger Einschuss-Gelegenheit. Im Gegenstoß verfehlt dann Morten Hjulmand sein Ziel aus 14 Metern nur knapp. 26. Minute: Lukas Rath sucht mit seinem Flankenball "Leuchtturm" Maierhofer, er findet aber Roman Kerschbaum, der per Kopf das verdiente 1:0 markiert. Auch danach finden die Gäste kein Rezept, um dem Bundesligisten besser die Stirn bieten zu könnnen. Stolz fischt in der 45. Minute noch einen gut angetragenen Maierhofer-Schuss aus der Ecke. Demnach geht es auch mit dem knappen Eintore-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Kapfenberg gleicht in der 47. Minute aus

Die "Falken" werden im zweiten Durchgang den Flügelschlag deutlich erhöhen müssen, ansonsten könnte es das gewesen sein mit der diesjährigen Cupteilnahme. Bei den Buric-Schützlingen bleibt es abzuwarten, ob man das 1:0 weitgehendst verwaltet, oder doch noch einen Zahn zulegt, um möglicherweise für eine frühzeitige Entscheidung sorgen zu können. 47. Minute: Elvedin Heric zirkelt einen Eckball auf das kurze Eck der Admiraner. Dort herrscht das pure Chaos, irgendwie findet das Spielgerät den Weg zum 1:1-Ausgleich ins Tor. Jetzt steht der Gastgeber wieder in der Pflicht. Gelingt es ein Schäuferl nachzulegen bzw. kann man die nun aufkommenden KSV'ler, wieder besser in Schach halten? Sehr oft ist auf Seiten der Hausherren nun die Brechstange mit im Spiel. Was heißt, dass man es verstärkt mit hohen Bällen versucht. Kapfenberg wittert nun die Chance - 58. Minute: Ein noch abgefälschter Mikic-Schuss bereit Admira-Tormann Leitner gehörige Probleme. Die Kapfenberger präsentieren sich nun bestens sortiert bzw. gibt es für die Südstädter, denen es nun am nötigen Einfallsreichtum mangelt, kein Durchkommen. So kommt es zu einer offenen Cup-Begegnung, bei der ganz und gar nicht voraussehbar ist, wer denn nun der Sieger sein wird. Kein Team geht mehr ein Risiko ein, so verlaufen die noch verbleibende Minuten auch ereignislos ab - Spielstand nach der regulären Spielzeit: 1:1. Es geht in die Verlängerung.

Dramatische Schlussphase in der Verlängerung

In der zweiten Hälfte waren die Karten vollauf gerecht verteilt. Zum einen haben die Admiraner den Spielfaden völlig verloren, zum anderen haben die Steirer mit dem raschen Ausgleich zur nötigen Balance gefunden. Auch im ersten Abschnitt der Overtime gibt der Zweitligaclub zu verstehen, dass man es durchaus drauf hat, in die nächste Cuprunde einzuziehen. Der FC Admira enttäuscht weiterhin auf allen Linien, seit dem Ausgleichstreffer ist man spielerisch völlig untergetaucht. In der 97. Minute kommt es dann doch zu einer tollen Torchance für die Heimischen. Aber aus einer Tomic-Vorlage kann der eingewechselte Israeli Josef Ganda, per Kopf kein Kapital schlagen. Zumindest ein Hauch Torgefährlichkeit von Seiten des Platzherrn ist gegeben. Mit dem 1:1-Gleichstand werden das letzte Mal die Seiten gewechselt. In der noch verbleibenden Viertelstunde ist dann doch auch der Substanzverlust beiderseits nicht vom Tisch zu wischen. Dann kommt die 118. Minute: Dino Musija, gerade einmal 15 Minuten im Spiel schlenzt einen Freistoßball zur Mitte, der an Freund und Feind vorbei geht - 1:2. 119. Minute: Roman Kerschbaum antizipiert im Strafraum am schnellsten, mit der Ferse markiert er den 2:2-Spielendstand nach 120 gespielten Minuten.

Elfmeterschießen:

Kerschbaum trifft 1:0

Cetina trifft 1:1

Tomic trifft 2:1

Steinlechner trifft 2:2

Ganda scheitert an Stolz 2:2

Bacher scheitert an Leitner 2:2

Vorsager trifft 3:2

Musija scheitert an Leitner 3:2

Hausjell scheitert an Stolz 3:2

Horvat trifft 3:3

Spasic scheitert an Stolz 3:3

Lang trifft zum 3:4 Spielendstand. 

Die dritte Cuprunde mit den verbleibenden 16 Mannschaften geht noch in diesem Kalenderjahr über die Bühne. Die Spieltermine sind festgesetzt zwischen dem 3. und 5. November.

 

FC FYERALARM ADMIRA - KAPFENBERGER SV 3:4 i.E., 2:2 n.V. (1:1, 1:0)

BSFZ Arena/Südstadt, 800 Zuseher, SR: Alain Sadikovski (Wien)

Admira Wacker: Leitner, Bauer, Vorsager, Rath (118. Petlach), Auer (106. Spasic), Kerschbaum, Tomic, Hjulmand (58. Kekoh), Hausjell, Hoffer (78. Ganda), Maierhofer

KSV 1919: Stolz, Kvakic (104. Steinlechner), Cetina, Gschiel, Lang, Heric (113. Staber), Horvat, Mensah (103. Musija), Mikic (79. Bacher), Eloshvili (65. Amoah), Hernaus (113. Fischl)

Torfolge: 1:0 (26. Kerschbaum), 1:1 (47. Heric), 1:2 (118. Musija), 2:2 (119. Kerschbaum)

Gelbe Karten: Maierhofer, Bauer, Ganda bzw. Heric, Gschiel, Amoah

stärkste Spieler: Bauer, Hausjell bzw. Stolz, Horvat

Stimme zum Spiel:

David Sencar, Co-Trainer Kapfenberg:

"Die Burschen haben eine sensationelle Moral bewiesen. Der 0:1-Rückstand wurde ebenso weggesteckt, wie der bittere 2:2-Ausgleich in der 119. Minute. So guter Letzt hat man dann noch ein "Mini-Break" im Penaltyschießen in einen Vorsprung umgewandelt. Wenn wir uns jetzt einen Gegner im Achtelfinale wünschen können, dann soll es zuhause Rapid Wien sein."

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Photocredit: Josef Parak

by: Ligaportal/Roo