Am 15. Spieltag traf in der tipico Bundesliga der TSV Prolactal Hartberg auf den FC Red Bull SalzburgUnd dabei gelang es den "Bullen" dann auch im dritten Frühjahrsspiel voll zu punkten bzw. ohne Gegentor zu bleiben. Dazu reichte ein mittelmäßiger Auftritt, was aber das Engagment und die Einsatzbereitschaft des Platzherrn ganz und gar nicht schmälern sollte. Aber letztlich kam es einmal mehr dazu, dass die Salzburger einen verdienten Dreier gegen die Steirer einfuhren. Was dazu führt, dass RB Salzburg weiter von ganz oben in der Tabelle lacht und für die Hartberger der 6. Platz in immer weitere Ferne rückt.

 

Bullen1

(Bereits in der 14. Minute gelingt es den Salzburgern durch Sèkou Koïta in Führung zu gehen. Der Hartberger Felix Luckeneder zeigt sich darüber verständlicherweise wenig erfreut)

 

Der Favorit stellt die Weichen für den Sieg

Während die Hartberger, ein Punkt in zwei Auswärtspartien, suboptimal in die Rückrunde gefunden haben, schafft es Salzburg mit zwei Siegen ohne Gegentor, erfolgreich die Tabellenführung zu verteidigen. Demnach sind die Mozartstädter bei dieser Begegnung auch der uneingeschränkte Favorit. Aber die Schopp-Truppe versteht es vom Start weg, sich sehr teuer zu verkaufen. So gelingt es, den Titelverteidiger in der Defensive entsprechend zu beschäftigen, wonach die "Bullen" vorerst auch etwas überrumpelt sind bzw. gelingt es sich im Spiel nach vorne, kaum in Szene zu setzen. 12. Minute: Nach einem Kristensen-Abwehrversuch gelangt Sascha Horvath zur ersten Torgelegenheit, aber RB-Keeper Stankovic ist zur Stelle. Im Gegenstoß gelingt es den Marsch-Schützlingen dann mit der ersten Chance in Führung zu gehen. Christian Klem begeht ein unnötiges Strafraumfoul an Sékou Koïta, der Gefoulte selbst verwandelt den Elfmeter dann sicher zum 0:1, zugleich auch sein bereits 12. Saisontor. Was die Aufgabe für den Gastgeber dann nicht wirklich einfacher macht. Denn mit dem Führungstreffer sind die Salzburger dabei, mehr und mehr die Spielkontrolle zu erlangen. Die Oststeirer, mit Speerspitze Seifedin Chabbi, kommen in der Offensive kaum mehr zur Entfaltung. Auf Seiten der Gäste sind es nachfolgend der Führende in der Schützenliste Sékou Koïta und der Kroate Luka Susić, die die Möglichkeiten vorfinden, den Spielstand auszubauen. 35. Minute: Über Mwepu und Koïta kommt das Spielgerät zum Sambier Patson Daka, der für das 0:2 verantwortlich zeichnet. Mit dieser soweit doch schon vielsagenden Zweitoreführung geht Red Bull Salzburg dann auch in die Halbzeitpause.

Bullen2

(Mit seinem 11. Saisontor markierte Patson Daka, hier beim Luftduell mit Manfred Gollner, in der 35. Minute den zweiten Salzburger Treffer)

 

Hartberg findet keine Mittel und Wege

Angesichts der spielerischen Überlegenheit der Gäste, die ab dem Führungstor zutage getreten ist, hat es doch den Anschein, dass die drei Punkte nach Salzburg gehen werden. Es sei denn, den Hartbergern gelingt im zweiten Durchgang noch ein Kraftakt, der es ermöglicht, doch noch anzuschreiben. Das Bemühen kann man den Hausherren wahrlich nicht absprechen, aber das Gegenüber lässt es nun kaum einmal zu, gefährliche Aktionen vorzutragen. 54. Klem mit dem zur Mitte gespielten Ball, den dann Chabbi per Kopf nur knapp neben das Salzburger Gehäuse setzt. Dieser Spielzug hätte sich durchaus einen Treffer verdient. So aber agieren die Gäste weiterhin mit einem Vorsprung, der es erlaubt, gezielt die Angriffe vorzutragen. Die Hartberger haben auch nach wie vor alle Hände voll zu tun mit den umtriebigen Salzburger Angreifern. Mit Fortdauer des Spiels nehmen die Steirer dann mehr Risiko, was verstärkt Freiräume für die "Bullen" mit sich bringt. Je länger die Begegnung dauern sollte, umso mehr beschränkt sich Salzburg dann darauf, nichts mehr anrennen zu lassen. 79. Minute: Patson Daka mit der mustergültigen Vorarbeit, Nutznießer ist Enock Mwepu, der wenig Mühe hat auf 0:3 zu erhöhen. Damit sind auch die allerletzten Zweifel aus dem Weg geräumt. In den Schlussminuten können die Hartberger mit vereinten Kräften noch das vierte Gegentor verhindern - Spielendstand: 0:3. In der nächsten Runde empfängt Hartberg am Dienstag, 9. Feber um 18:30 Uhr die WSG Tirol. Salzburg besitzt am Tag darauf mit der Startzeit um 20:30 Uhr das Heimrecht gegen die Wiener Austria.

 

TSV HARTBERG - FC RED BULL SALZBURG 0:3 (0:2)

Profertil Arena, keine Zuseher: SR: Markus Hameter (NÖ)

TSV Hartberg (4-2-3-1): Swete, Gollner, Klem, Luckeneder, Ertlthaler (66. Ried), Kainz, Heil, Horvath (66. Schmerböck), Nimaga (74. Tijani), Rep (85. Horvat), Chabbi (74. Tadic)

RB Salzburg (4-4-2): Stanković, Vallci, Ramalho, Ulmer (87. Farkas), Kristensen, Camara (87. Affengruber), Sucić (71. Aaronson), Bernède, Mwepu, Koïta (71. Adeyemi), Daka (87. Sesko)

Torfolge: 0:1 (14 Koïta/Elfmeter), 0:2 (35. Daka), 0:3 (79. Mwepu)

Gelbe Karten: Nimaga bzw. Koïta

stärkste Spieler: Gollner, Kainz bzw. Ramalho, Bernède, Daka

Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp, Trainer Hartberg:

"Jede Niederlage schmerzt, auch gegen Salzburg. Ich denke aber doch, dass das Ergebnis eine Spur zu hoch ausgefallen ist. Leider haben wir uns dann in der zweiten Hälfte nicht mit dem 1:2 belohnt. Dann wäre die Sache schon noch einmal interessant geworden. Die Moral in der Mannschaft stimmt., was mich dann zuversichtlich stimmt für das gegebene Restprogramm."

Albert Vallci, Defender RB Salzburg:

"Es ist immer wieder etwas spezielles in der Heimat zu gewinnen. Es war die erwartet schwere Partie für uns. Aber nach etwas Anlaufzeit ist es uns bald gelungen, das Spiel zu dominieren. Auf der Innenverteidiger-Position war es zwar etwas ungewohnt für mich. Aber ich denke doch, dass das bestens funktioniert hat."

Zum Bundesliga Live Ticker

Photocredit: GEPApicture/Hans Oberlaender

by: Ligaportal/Roo