Europacup-Reform: ECA setzt auf verbesserten Dialog mit nationalen Ligen

In der hitzigen Debatte um die angestrebte Reform der Europapokal-Wettbewerbe ab 2024 will die Europäische Klubvereinigung ECA den Dialog mit den nationalen Ligen verbessern. "Wir müssen die Rückmeldungen registrieren und das, was übrig bleibt, so einarbeiten, dass sich jeder daran beteiligen kann", sagte Generalsekretär Michele Centenaro vor der ECA-Generalversammlung am Montag und Dienstag in Genf. Jetzt Fußballreise buchen!
Michele Centenaro will den nationalen Fußball schützen

Michele Centenaro will den nationalen Fußball schützen

"Der nationale Fußball muss geschützt werden", meinte Centenaro: "Gleichzeitig müssen wir zusehen, dass die Leistungen im internationalen Wettbewerb besser gewürdigt werden." Damit bemüht sich die Klubvereinigung um einen Ausgleich im Streit mit den "European Leagues", dem Zusammenschluss von 36 europäischen Profiligen, die durch die von der ECA initiierten Reformpläne für Champions und Europa League einen Bedeutungsverlust befürchten.

In der vergangenen Woche hatte die Vereinigung der Europäischen Fußballligen einen eigenen Vorschlag ausgearbeitet, der in vielen Punkten im direkten Gegensatz zum Entwurf der ECA steht. Die Europacup-Startplätze sollen demnach weiterhin allein anhand der Platzierung in den nationalen Wettbewerben verteilt werden. Zudem könnten die vier Topligen England, Spanien, Deutschland und Italien künftig einen garantierten Champions-League-Startplatz weniger erhalten.

Vor wenigen Wochen hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) ein für den 11. September geplantes Treffen zwischen ECA und European Leagues auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Gespräche zwischen beiden Konfliktparteien sollen aber laut UEFA bis mindestens 2020 fortgeführt werden. Auf ihrer Generalversammlung in der Schweiz will die ECA unter anderem über das weitere Vorgehen bezüglich der geplanten Europacup-Reform beraten.

Daneben wird in Genf am Dienstag auch der 24-köpfige Vorstand der ECA gewählt. Zu den Bewerbern gehören laut Medienberichten auch Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Fernando Carro (Bayer Leverkusen). Pro Nation darf allerdings nur ein Vertreter im Gremium sitzen.

 

SID

 

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