Der ukrainische Botschafter in der Türkei, Wasyl Bodnar, hat das Verhalten eines Teils der Fenerbahce-Fans im Zweitrundenduell der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew verurteilt. Die Anhänger des Klubs aus Istanbul haben während der 1:2-Niederlage nach Verlängerung laut Berichten den Namen des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin skandiert.
Putin-Rufe von Fenerbahce-Fans (Foto: AFP/SID/ERDEM SAHIN)
Putin-Rufe von Fenerbahce-Fans
Foto: AFP/SID/ERDEM SAHIN

"Fußball ist ein faires Spiel. Dynamo Kiew war gestern Abend stärker. Es ist sehr traurig, von den Fenerbahce-Fans unterstützende Worte für den Mörder und Aggressor zu hören, der unser Land bombardiert", schrieb Bodnar bei Twitter.

Er sei den freundlichen türkischen Menschen "dankbar für die Unterstützung der Ukraine und ihre Kommentare zu den unangemessenen Aktionen der Fans", fügte Bodnar hinzu.

Laut türkischen Medienberichten hatte sich die Atmosphäre nach dem Führungstreffer durch Kiews Angreifer Witali Bujalski (57. Minute) und dessen anschließendem Jubel angespannt. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen deutlich die kritisierten Gesänge der Anhänger.

Türkischen Medien zufolge weigerte sich Kiews Trainer Mircea Lucescu, nach dem Spiel an der Pressekonferenz teilzunehmen.

 

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