Der FSV Mainz 05 ist gerettet, Borussia Dortmund zittert weiter um die Champions League. Die Mainzer setzten den entscheidenden Schlag im Abstiegskampf am vorletzten Bundesliga-Spieltag durch ein 2:1 (2:1) beim absolut enttäuschenden BVB, dem aber durch Patzer der Konkurrenz nur noch ein Punkt für die erneute Teilnahme an der Königsklasse fehlt. Jetzt Fußballreise buchen!

Der junge Ridle Baku (4.) und Yoshinori Muto (13.) führten die Mainzer bei ihrem Angstgegner endgültig aus der bedrohten Zone. Maximilian Philipp (16.) traf für den erneut besonders defensiv furchtbar schwachen Gastgeber. Der BVB hat somit am kommenden Wochenende ein "Endspiel" bei 1899 Hoffenheim - ohne Abwehrchef Sokratis, der gelbgesperrt sein wird.

Roman Weidenfeller erlebte nach 16 ereignisreichen Jahren sein letztes Heimspiel als Profi der Borussia. Nach einer Verabschiedung mit Blumen und anderen Huldigungen saß er auf der Bank - Trainer Peter Stöger hatte aber versprochen, zumindest zu versuchen, ihn später einzusetzen.

Dies wurde erschwert durch frühe Dortmunder Unzulänglichkeiten. Am Ende einer ersten Mainzer Kombination über Levin Öztunali stand Baku allein vor Roman Bürki - sein Schlenzer war unhaltbar. In der Vorwoche hatte Baku als Debütant bereits gegen RB Leipzig getroffen. "Ridle" lässt er sich in Anlehnung an das BVB-Idol Karl-Heinz Riedle rufen.

Während der BVB noch Sommerfußball spielte, blieb Mainz zielstrebig: Muto legte unter Mithilfe Bürkis nach. Philipp schlug sofort zurück, das Spiel war vogelwild ohne jede Kontrolle für die Abwehrreihen. Florian Müller, im Mainzer Tor Ersatz für den am Knie verletzten Rene Adler, war beim Anschlusstreffer ohne Chance.

Erst danach wurde auch mal ein Fuß auf den Ball gestellt. Das atemraubende Anfangstempo nahm ab, der BVB blieb allerdings in der Defensive wacklig, was Alexander Hack (29.), Abdou Diallo (31.) und Pablo de Blasis (42.) beinahe ausgenutzt hätten. Zumindest war für beide Mannschaften zu diesem Zeitpunkt die Kunde aus den anderen Stadien eine gute.

Nach der Pause machte der BVB vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Stadion etwas mehr Druck, Mainz schlug phasenweise nur noch den Ball lang nach vorne. Zwingend wurde es aus Sicht der Borussia dennoch selten. Mainz verteidigte mit Leidenschaft.

 

SID