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Deutsche Bundesliga

Stuttgart verdirbt letztes Bayern-Heimspiel von Heynckes

Die Partycrasher des VfB Stuttgart haben Bayern Münchens Meisterfeierlichkeiten empfindlich gestört und zudem Jupp Heynckes' letztes Heimspiel als Trainer des Fußball-Rekordmeisters verdorben. Die Mannschaft von Tayfun Korkut nutzte eklatante Defensivschwächen des FC Bayern zu einem sensationellen 4:1 (2:1) und darf sich Hoffnung auf eine Qualifikation für die Europa League machen. Sollten die Münchner am kommenden Samstag den DFB-Pokal gewinnen, spielt der VfB als Tabellensiebter in der nächsten Saison in der Qualifikation zur Europa League. Jetzt Fußballreise buchen!

Nach der frühen VfB-Führung durch Daniel Ginczek (5.) gelang dem Franzosen Corentin Tolisso (21.) der Ausgleich für die Münchner. Der quirlige Anastasios Donis (42.) erzielte für den VfB das 2:1. Chadrac Akolo (52.) und Ginczek (55.) erhöhten kurz nach dem Wechsel. Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski verpasste mehrfach seinen 30. Saisontreffer. Für die Bayern war es die erste Heimniederlage in der Liga seit dem 2. März 2016 (1:2 gegen Mainz).

Vor dem Bundesligafinale hatte der FC Bayern bereits seinem Erfolgscoach gedankt und ihn offiziell verabschiedet. Aus den Händen von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erhielt Heynckes einen Blumenstrauß und eine Collage mit den Unterschriften der Mannschaft. Heynckes reagierte gerührt auf den tosenden Applaus des Publikums.

Der 73-Jährige war Anfang Oktober nach der Entlassung von Carlo Ancelotti eingesprungen. Er führte die Mannschaft bei seinem vierten Bayern-Engagement zum sechsten Meistertitel in Folge und dem 28. insgesamt. Seinen letzten Auftritt als Coach hat Heynckes in einer Woche beim DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Eintracht Frankfurt.

Die auf Konter ausgerichteten Schwaben erwischten einen Blitzstart, als Donis die Bayern-Abwehr erstmals narrte und auf den einschussbereiten Ginczek querlegte. Ohne Mittelstürmer Mario Gomez, der wegen Vaterfreuden kurzfristig fehlte, war der VfB bis auf eine weitere Gelegenheit von Ginczek (26.) im ersten Durchgang fast durchweg unterlegen - aber dann überrumpelte Donis die Münchner erneut und vollendete gegen den Ex-Stuttgarter Sven Ulreich im Bayern-Tor diesmal selbst.

Die Heynckes-Elf war viel zu verschwenderisch mit ihren Chancen, vor allem Lewandowski scheiterte mehrfach an VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler. Dabei lag es in der 26. und 33. Minute eher an der Leichtfertigkeit des Polen als an Zieler, dass kein Tor fiel. Auch Tolisso (36.) verpasste noch eine Großchance.

Die Münchner hatten durch den für Tolisso eingewechselten Javi Martinez (47.) eine weitere verheißungsvolle Szene, aber der VfB konterte eiskalt wie eine Spitzenmannschaft. Erst verwertete Akolo eine Maßflanke von Emiliano Insua, dann war Ginczek bei einem Abpraller zur Stelle. Lewandowski (53.) blieb dagegen weiter ohne Abschlussglück und musste Pfiffe der Zuschauer erdulden.

 

SID


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