Deutsche Bundesliga

Bayern München vergibt ersten Titel-Matchball in Leipzig

Die Entscheidung im Titelrennen der Fußball-Bundesliga ist vertagt, Bayern München hat den ersten Matchball im Fernduell mit Borussia Dortmund vergeben: Der Rekordchampion kam am 33. Spieltag bei RB Leipzig in einer munteren Generalprobe für das Pokalfinale am 25. Mai nicht über ein 0:0 hinaus. Der Meisterschaftskampf findet erst am letzten Spieltag am kommenden Wochenende ein Ende. Jetzt Fußballreise buchen!

Sabitzer (l.) und RB Leipzig trotzen Bayern ein 0:0 ab

Sabitzer (l.) und RB Leipzig trotzen Bayern ein 0:0 ab

Die Bayern empfangen dann mit zwei Punkten Vorsprung auf den BVB Eintracht Frankfurt. Dortmund gastiert bei Borussia Mönchengladbach und ist erneut auf Schützenhilfe angewiesen.

Die Münchner, denen ein Treffer von Leon Goretzka (50.) nach Videobeweis aberkannt wurde, haben aber immer noch beste Chancen auf die siebte Meisterschaft in Folge sowie das Double. Das Pokal-Endspiel in Berlin gegen Leipzig dürfte angesichts des offenen und offensiv geführten Bundesliga-Duells am Samstag ein würdiges werden.

Die Bayern-Fans im Gästeblock sangen schon vor Anpfiff von der Meisterschaft. Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte Großes im Blick. "Das sind die großen Spiele, wo man den Titel festmachen kann. Jeder auf dem Platz und auf der Bank ist heiß", sagte er bei Sky.

Die Spieler allerdings mühten sich aber zunächst, der Aussage des Vorgesetzten Taten folgen zu lassen. Vor 41.939 Zuschauern in der ausverkauften und stimmungsvollen Leipziger Arena - darunter Bundestrainer Joachim Löw und Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz - bekamen die Bayern gegen forsche Gastgeber nach guten ersten zehn Minuten zunehmend Probleme.

Der Tabellendritte Leipzig zeigte wenig Respekt und blieb seiner gewohnt offensiven Ausrichtung treu. Spielmacher Emil Forsberg verteilte die Bälle im Mittelfeld klug, der sprintstarke Nationalstürmer Timo Werner stieß immer wieder in die freien Räume und sorgte für Gefahr, defensiv agierte RB sehr geschlossen. Was lange fehlte, waren die großen Chancen. Yussuf Poulsen (11.) verfehlte nach einer guten Kombination, ansonsten blieb es vor dem Tor weitgehend ruhig.

Die Bayern wirkten in dieser Phase ratlos. Gegen das starke Leipziger Pressing war das Kovac-Team häufig zu Sicherheitspässen gezwungen. Erst mit der ersten großen Möglichkeit durch Serge Gnabry (28.) wuchs das Münchner Selbstvertrauen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Gnabry (38.) erneut am starken RB-Torwart Peter Gulacsi scheiterte. Auf der Gegenseite versuchte es der von München umworbene Werner (40.).

Die Bayern kamen mit viel Dampf aus der Kabine und jubelten früh. Goretzka traf sehenswert, Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) wertete das Tor nach dem Eingreifen des Videoschiedsrichters aber nicht. Robert Lewandowski hatte zuvor hauchdünn im Abseits gestanden. Die Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge registrierten die Entscheidung auf der Ehrentribüne frustriert.

München blieb auch nach dem Rückschlag spielbestimmend und kam wie durch Thomas Müller (64.) zu Chancen. RB beschränkte sich vornehmlich auf Konter, spielte diese aber nicht gut aus.

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SID

 

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