Nachreiner: Kein Verfahren gegen Köln nach Schmadtke-Schmähgesängen

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird nach Auskunft seines Vorsitzenden Anton Nachreiner (63) voraussichtlich kein Verfahren gegen den Bundesligisten 1. FC Köln einleiten, nachdem Teile der FC-Fans am vergangenen Samstag beim 1:2 in Wolfsburg Sportchef Jörg Schmadtke mit Schmähgesängen bedacht hatten. Jetzt Fußballreise buchen!
Teile der FC-Fans bedachten Schmadtke mit Schmähgesängen

Teile der FC-Fans bedachten Schmadtke mit Schmähgesängen

"Nach derzeitigem Stand der Dinge werden wir kein Verfahren einleiten. Jörg Schmadtke hat keinen Strafantrag bei uns gestellt. Wenn er das tun würde, müssten wir ermitteln", sagte Nachreiner dem Express.

Weiter führte er aus: "Wir haben uns die Frage gestellt, ob die Gesänge strafbar sind. Ich bin nicht der Meinung, dass wir ein Verfahren einleiten sollten, sonst müssten wir nahezu bei jedem Spiel aktiv werden."

Der 55-jährige Schmadtke hatte aufgrund der Schmähgesänge am Sonntag einen Austritt aus dem Traditionsklub angedeutet. "Ich bin lebenslanges Mitglied - mal gucken, wie lange noch", hatte Schmadtke im Sport1-Doppelpass gesagt.

Vor und während der Partie seiner Wölfe gegen Köln skandierten Anhänger der Gäste mehrfach "Schmadtke, du Betrüger, nimmst die drei Millionen und haust ab". Damit spielten die Fans auf Schmadtkes Abschied aus Köln an, wo er von 2013 bis Oktober 2017 gearbeitet hatte.

 

SID

 

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