Eintracht Frankfurt hat eine ordentliche Generalprobe für das Europa-League-Finale hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner kam vier Tage vor dem Endspiel gegen die Glasgow Rangers im Rhein-Main-Duell beim heimstarken FSV Mainz 05 zu einem 2:2 (2:1) und kann auch ohne Ligasieg im Gepäck mit einem guten Gefühl zum Showdown nach Sevilla reisen.
Die Eintracht kommt nicht über ein Remis hinaus (Foto: AFP/SID/CHRISTOF STACHE)
Die Eintracht kommt nicht über ein Remis hinaus
Foto: AFP/SID/CHRISTOF STACHE

Tuta (26.) und Rafael Borre (35.) trafen für die Hessen, die ihre Negativserie in der Fußball-Bundesliga aber fortsetzten. Durch die Treffer des Mainzers Marcus Ingvartsen (10./49.) blieb die SGE auch im achten Ligaspiel nacheinander ohne Sieg. Am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) geht es nun für die Frankfurter um den ersten internationalen Titel seit 42 Jahren.

Mit "voller Kapelle" wollte Glasner die Spannung vor dem größten Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte wieder aufbauen. Und so startete die Elf, die höchstwahrscheinlich auch gegen die Rangers beginnen wird. Nicht umsonst hatte der Frankfurt-Coach das Duell zur "absoluten Generalprobe" ausgerufen.

Dennoch legte die Eintracht verhalten los. Die Hessen standen zunächst unter Dauerdruck, konnten sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien und kassierten früh den verdienten Rückstand. Ingvartsen setzte den Ball aus dem Gewühl heraus ins Tor.

Erst im Laufe der ersten Halbzeit steigerten sich die Frankfurter, die in der Liga im Niemandsland der Tabelle stehen, sich als Europa-League-Sieger aber für die Champions League qualifizieren könnten. Tuta staubte beim Ausgleich aus kurzer Distanz ab, Borre vollendete nach starker Vorarbeit von Ansgar Knauff.

Mit der Führung im Rücken beruhigte die SGE das sportlich unbedeutende Duell mit den Mainzern, bei denen Daniel Brosinski nach acht Jahren sein letztes Spiel absolvierte.

Der Schwung der Rheinhessen von Trainer Bo Svensson durch die vergangenen Siege gegen die Bayern (3:1) und bei Hertha BSC (2:1) verpuffte nach dem guten Beginn.

In der zweiten Halbzeit schonte Glasner wie angekündigt Sebastian Rode, Kristijan Jakic kam für den SGE-Kapitän ins Spiel. Die Eintracht startete erneut, Ingvartsen schlug zum zweiten Mal zu. Nachdem der Mainzer Aaron Martin (55.) nur den Pfosten getroffen hatte, steigerte sich Frankfurt wieder.

Nach einer guten Stunde wechselte Glasner aber munter durch. Während er einigen Leistungsträgern eine Pause gönnte, musste Evan Ndicka verletzt runter. Die Partie blieb in der Schlussphase spannend, beide Teams suchten weiter den Weg in die Offensive.

 

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