Wenige Tage nach der Wahl zum neuen Hertha-Präsidenten hat Kay Bernstein eine neue Aufbruchstimmung im Verein und in Berlin ausgemacht. "Die letzten Jahre waren durchaus von Unprofessionalität und Chaos geprägt. Jetzt haben wir ein paar Tage hinter uns. Es dreht sich, es wird positiv wahrgenommen, was sich bei Hertha BSC wandelt", sagte Bernstein im ZDF-Morgenmagazin.
Hertha-Präsident Bernstein macht Aufbruchstimmung aus (Foto: Firo/Firo/SID)
Hertha-Präsident Bernstein macht Aufbruchstimmung aus
Foto: Firo/Firo/SID

Diese Aufbruchstimmung spüre auch Investor Lars Windhorst. "Die müssen wir in Energie umwandeln und jedem Herthaner eine Gießkanne geben, damit dieses Pflänzchen der Hoffnung im Graben der Zerrissenheit blüht und wir daraus unsere Energie mitnehmen für die kommenden Aufgaben", so der frühere Ultra, der am Sonntag mit 54 Prozent der Stimmen zum neuen Hertha-Boss gewählt worden war.

Bernstein sprach am Donnerstagmorgen von einem "Votum der Mitglieder für einen inhaltlichen Neustart". Auch diejenigen, die ihn nicht gewählt haben, wolle er "natürlich nicht vergessen. Denen gilt es, die Hand auszustrecken, um nach meinem Wunsch möglicherweise ein Präsident für alle Herthaner zu sein."

Er werde ein "nahbarer" Präsident sein, bekräftigte Bernstein, und mit den Fans reden, um den "Blickwinkel der Kurve" zu verstehen. "Der Wunsch an Nahbarkeit und Zusammenkommen ist riesengroß auf allen Ebenen. Das kann ich vorleben und das werde ich vorleben", sagte der 41-Jährige.

Nun werde das Präsidium aber erstmal 100 Tage "abtauchen" und "auf die wesentlichen Dinge konzentrieren". Es gehe nun darum, "dass wir im Präsidium ein Team werden". Man wolle den Aufsichtsrat in das Team holen, mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle reden und auch mit Fredi Bobic und "Vertrauen aufbauen. Wir haben Baustellen mehr als die Stadt Berlin."

 

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