Für den ehemaligen Bayern-Profi Manfred Bender hat die sportliche Flaute der Münchner vor allem auch mit Trainer Julian Nagelsmann zu tun. "Den FC Bayern könnte auch ein Bäcker trainieren", sagte der 56-Jährige im Interview mit Sportradio Deutschland", er müsste gar kein so guter Trainer sein, er muss die Mannschaft nur führen können. Das kann Nagelsmann noch nicht."
"Manni" Bender kritisiert Nagelsmanns Führungsstil
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Bender, der mit den Bayern zweimal den Meistertitel gewonnen hatte, rät Nagelsmann zu mehr Distanz zur Mannschaft. "Beim Julian habe ich das Gefühl, er möchte auf Augenhöhe sein mit den Spielern. Statt mit dem Auto in die Tiefgarage zu fahren, kommt er mit dem E-Board und inszeniert sich", sagte Bender. Er sei aber jetzt beim FC Bayern, "da muss er sich zurücknehmen." Dass Nagelsmann seine Abwehr öffentlich als Hühnerhaufen bezeichnet hatte, war für Bender "suboptimal. Das darfst du als Bayern-Trainer nicht sagen. Aber er ist noch jung."

Bender sieht bei den Bayern auch ein "Lewandowski-Problem. Sie haben keinen Vollblutstürmer. Du brauchst die Jungs, die Tore erzielen wollen, die gibt's weder in der Nationalelf noch beim FC Bayern." An Nationalspieler Leroy Sane lässt Bender kein gutes Haar, nur jedes sechste Spiel mache er mal ein Topspiel: "Gar nichts sieht man von dem. Ab und zu habe ich das Gefühl, dass er das Spiel gar nicht versteht."

Mit Blick auf die WM in Katar würde Manfred Bender den Dortmunder Mats Hummels für die Innenverteidigung mitnehmen. "Antonio Rüdiger ist noch der konstanteste. Für Nico Schlotterbeck ist das alles noch zu groß. Beim Süle ist es genauso. Auch er schafft es nicht", sagte Bender.

 

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