Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke (55) vom VfL Wolfsburg hat nach dem Erreichen des Achtelfinals in der Europa League seinen Unmut über Teile der eigenen Fans geäußert und in der Diskussion um die Pyrotechnik im Fußball auch den Hamburger SV kritisiert. "Ich bin kein großer Anhänger von Pyro. Deswegen bin ich auch kein Freund davon, dass auf einmal Rauchtöpfe genehmigt werden", sagte Schmadtke nach dem 3:0 (1:0) der Wölfe im Rückspiel der Zwischenrunde bei Malmö FF in Anspielung auf den Zweitligisten von der Elbe: "Und zwei Wochen später wird sich gewundert, warum auf einmal die Kurve brennt." Jetzt Fußballreise buchen!
Schmadtke kritisiert Pyrotechnik

Schmadtke kritisiert Pyrotechnik

Schmadtke kann nicht verstehen, "warum wir jahrelang gegen Pyro wettern und dann auf einmal solche Versuche starten in Hamburg. Das ist mir unbegreiflich", sagte der Manager. Der HSV hatte Anfang Februar mit der ersten legalen Pyro-Show im deutschen Profi-Fußball für viel Aufsehen gesorgt. Vor der Partie gegen den Karlsruher SC wurden beim Einlaufen der Teams vor der Nordtribüne im Volksparkstadion kontrolliert zehn Rauchtöpfe gezündet.

HSV-Klubboss Bernd Hoffmann hatte den Test positiv bewertet und das Vorgehen als alternativlos bezeichnet. Schließlich habe der "bisherige Weg - immer höhere Geldstrafen für immer mehr Pyro-Einsätze - bislang zu nichts geführt" und werde "uns auch künftig nicht" weiterbringen, sagte Hoffmann.

In Malmö hatten die mitgereisten Wolfsburger Fans immer wieder Pyro gezündet. "Ich verstehe den Thrill nicht bei der ganzen Geschichte. Ich verstehe nicht, was das bringt", sagte Schmadtke und äußerte auch Kritik an den Kontrollen am Stadion: "Ich frage mich, was die Security hier beim Einlass gemacht hat. Das war schon eine relativ große Menge. Ich weiß nicht, ob die das mit dem Einkaufswagen reingebracht haben - so viel ist schon ungewöhnlich."

 

SID