Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird als einer der ersten Nationalverbände eine Menschenrechtsstrategie in die Satzung aufnehmen. Das teilte der Verband am Montag mit. Den Anstoß dazu gab die Bewerbung um die EM 2024, für die seitens der Europäischen Fußball-Union (UEFA) spezifische Menschenrechtsanforderungen gestellt worden waren. Jetzt Fußballreise buchen!

"Im DFB und in seinen rund 25.000 Vereinen werden jeden Tag Werte wie Respekt, Vielfalt, Fair Play und Solidarität gelebt", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Sie sind fest verankert in unserer Satzung und im DFB-Ethikkodex. Wir wollen in Zukunft weiterhin und verstärkt unseren Beitrag zur Achtung und Förderung der Menschenrechte leisten, wie wir es beispielsweise während der Weltmeisterschaft in Russland durch zahlreiche Begegnungen mit engagierten Menschen getan haben."

Die Menschenrechtsstrategie soll im kommenden Jahr veröffentlicht und auf dem nächsten DFB-Bundestag in die Satzung aufgenommen werden. In die Entwicklung sind mehrere interne und externe Experten eingebunden. "Die Menschenrechtsstrategie des DFB beginnt nicht bei null. Es geht darum, bereits existierende Maßnahmen in einen systematischen Zusammenhang zu bringen und bestehende Lücken zu schließen", sagte Sylvia Schenk (Transparency International Deutschland).

Bei der Vergabe der EM 2024 am Donnerstag konkurriert der DFB mit der Türkei. Die UEFA hatte in der Bewerbung des türkischen Verbands TFF jüngst "Fehlen eines Aktionsplans in Sachen Menschenrechte" als problematisch eingestuft.

 

SID