Mit einer Sonderausstellung erinnert das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund an den 40. Jahrestag des WM-Halbfinal-Thrillers zwischen Deutschland und Frankreich in Sevilla. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) lag am 8. Juli 1982 in der Verlängerung schon 1:3 im Hintertreffern, rettete sich aber trotzdem ins Elfmeterschießen und erwies sich dann als nervenstärker.
Ausstellung zur
Ausstellung zur "Nacht von Sevilla" eröffnet
Foto: AFP/SID/-

In Anwesenheit von neun Vize-Weltmeistern von 1982 wurde vom Fußballmuseum am Mittwoch im Rahmen einer Feierstunde die Sonderschau "Die Nacht von Sevilla" eröffnet. Einige der damaligen Protagonisten blickten auf eines der spannendsten und denkwürdigsten Spiele der WM-Geschichte zurück.

"Die Sonderschau setzt diesem in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Spiel ein Denkmal", sagte Museumsdirektor Manuel Neukirchner. Paul Breitner, WM-Champion von 1974, meinte: "Neben dem WM-Endspiel von 1974 und einer Begegnung mit Real Madrid im damaligen Europapokal der Landesmeister während der Saison 1975/1976 gegen Derby County zählt das WM-Halbfinale von 1982 gegen Frankreich zu den drei größten Partien, bei denen ich in meiner Karriere mitwirken durfte."

Der damalige Nationaltorwart Toni Schumacher, der in dem Spiel mit einem Foul an Frankreichs Patrick Battiston die Wut der Franzosen auf sich zog, ergänzte: "Über die Szene mit Battiston wird bis heute viel diskutiert. Das Wichtigste für mich ist, dass Patrick mir glaubt, dass ich ihn nicht verletzen wollte. Beim Elfmeterschießen habe ich den Respekt der Franzosen gespürt."

Der damalige Kölner Klaus Fischer erinnerte sich an seinen Ausgleichstreffer in der Verlängerung: "Der 3:3-Ausgleich in der Verlängerung ist sicher einer der wichtigsten Treffer in meiner Karriere. Mir sind schönere Fallrückzieher-Tore gelungen, aber keines hatte eine ähnliche Bedeutung."

 

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