Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat die Equipe Tricolore um Starspieler Kylian Mbappe aufgefordert, sich trotz der Niederlage im WM-Endspiel gegen Argentinien den heimischen Fans zu präsentieren - und damit doch noch für einen kurzfristigen Empfang in Paris gesorgt. Das teilte der französische Fußballverband FFF am Dienstag mit.

Macron zeigte sich in Katar als großer Fußballfan (Foto: FIRO/FIRO/SID)


Macron zeigte sich in Katar als großer Fußballfan

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Ursprünglich habe die Mannschaft von Nationaltrainer Didier Deschamps nach der Rückkehr aus Katar direkt nach Hause reisen wollen. "Aufgrund der Enttäuschung, der Traurigkeit und der starken Emotionen habe ich diese Entscheidung verstanden und respektiert", sagte FFF-Präsident Noel Le Graet der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Dies habe sich allerdings am Montag gegen 10 Uhr nach einem Gespräch mit Macron geändert. Der Staatspräsident habe sich "einen Moment der Gemeinschaft" gewünscht, so Le Graet: "Natürlich habe ich zusammen mit der Mannschaft zugestimmt."

Nach einigem Hin und Her erschien der Vizeweltmeister schließlich am Montagabend für kurze Zeit auf dem Balkon des Fünf-Sterne-Hotels "Crillon" am Place de la Concorde. Rund 50.000 Anhänger empfingen unter tosendem Jubel die Deschamps-Elf, viele der Fans hatten mehr als vier Stunden in der Kälte ausgeharrt.

Vom Anblick der Menschenmassen zeigten sich mehrere Nationalspieler beeindruckt. "Es ist großartig, es wärmt das Herz", sagte Gladbach-Stürmer Marcus Thuram, der erst als Nachrücker auf den WM-Zug aufgesprungen war: "Es ist eine große Freude zu sehen, dass wir so viele Franzosen stolz und glücklich machen konnten."

Trotz der Ausfälle mehrerer Leistungsträger wie Ballon-d'Or-Gewinner Karim Benzema hatte es Frankreich im Finale gegen Lionel Messi und Co. nur knapp verpasst, als erstes Team seit 1962 den WM-Titel ein zweites Mal in Folge zu gewinnen.

 

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