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FIFA weist Anschuldigungen gegen Infantino zurück

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die jüngsten Vorwürfe gegen seinen Präsidenten Gianni Infantino zurückgewiesen und bezeichnet die Enthüllungen als Kampagne geschasster ehemaliger Verbandsmitglieder. "Da wir bei der FIFA die Reformen resolut umsetzen, war mir immer klar, dass es Widerstand geben wird. Vor allem von denjenigen, die nicht mehr schamlos vom System profitieren können", wird Infantino in einem ersten FIFA-Statement zitiert. Jetzt Fußballreise buchen!
FIFA-Präsident Infantino ist Ziel von Anschuldigungen

FIFA-Präsident Infantino ist Ziel von Anschuldigungen

Der Spiegel hatte von der Enthüllungsplattform Football Leaks umfangreiche Dokumente erhalten und diese mit dem NDR und dem Recherchenetzwerk EIC geteilt. Zwei der Hauptvorwürfe gegen Infantino: Der 48-Jährige soll "heimlich daran mitgewirkt" haben, dass der FIFA-Ethikkodex "in mehreren Punkten aufgeweicht" wurde. Änderungen seien demnach, anders als von der FIFA behauptet, nicht allein von der zuständigen Ethikkommission und von Funktionären aus den Kontinentalverbänden sondern auch von Infantino selbst angestoßen worden.

Zudem soll Infantino noch in seiner Funktion als Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA) im Jahr 2014 den Großklubs Manchester City und Paris St. Germain zu sehr milden Strafen für ihre Verstöße gegen die Regeln des Financial Fair Play verholfen haben. Infantino soll sich auf die Seite der Vereine geschlagen, sich mehrfach zu "Geheimgesprächen" mit den Klubbossen getroffen und so an Kompromissen gearbeitet haben.

Die FIFA ging in ihrer Reaktion am späten Freitagabend nicht im Detail auf die Berichte ein, legte aber wert auf eine Feststellung: "Um Zweifel auszuräumen, müssen wir klarstellen, dass keiner der Berichte irgendetwas enthält, dass auch nur annähernd einen Verstoß gegen Gesetze, Statuten oder Regularien bedeutet."

Es handele sich um einen "bewussten Versuch, die FIFA zu diskreditieren", das Ziel sei offensichtlich: Die neue Führung des Weltverbandes und vor allem Infantino solle "untergraben" werden. Als Ursprung der Enthüllungen hat die FIFA frühere Offizielle im Verdacht, die als Folge des Korruptionsskandals unter dem ehemaligen Präsidenten Joseph S. Blatter "entfernt" wurden: "Sie verbreiten falsche Gerüchte, aus Frustration wollen sie der FIFA schaden."

Die Einführung des Financial Fair Play bezeichnet die FIFA indes als "Erfolgsstory für Europas Fußball", die Verluste der Klubs hätten sich deutlich verringert. Zur angeblichen Einmischung Infantinos in die Arbeit der Kontrollgremien teilte ein Sprecher mit: "Die UEFA-Verwaltung, und das schließt natürlich den Generalsekretär mit ein, kann dem Gremium je nach Lage des Falles assistieren. Dazu können Diskussionen, Meetings und Hilfe bei der Lösungsfindung gehören. Trotzdem bleibt das Kontrollgremium absolut verantwortlich für seine eigenen Entscheidungen."

 

SID


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