Wenn der Ball rollt und das Runde ins Eckige befördert wird, dann rollt auch der sprichwörtliche Rubel. Denn Fußball ist hierzulande eine der teuersten und prestigeträchtigsten Sportarten. Die reichsten Fußballclubs Europas haben einen Spielerkader, deren Marktwert die Milliarden Euro Grenze übersteigt. Und weil Fußball die Massen begeistert, ist eines klar: Die besten Mannschaften werden für Werbung eingesetzt. Werbeeinnahmen machen somit einen guten Teil der Budgets der Vereine aus.

Borussia 

Die Summe der Werbeeinnahmen

Wenn man sich diverse Statistiken und Grafiken ansieht, die die Entwicklung der Werbeeinnahmen zeigen, wird klar, dass man hier mit einem riesigen Markt zu tun hat. Anders als bei Casino Echtgeld Bonus ohne Einzahlung geht es im Fußballbusiness um richtig viel Geld. Und es wird immer mehr. Zum Beispiel wurden in der Saison 2010-2011 in den höchsten beiden Spielklassen gut 600 Millionen Euro Werbeerlöse erzielt. 2018-2019 waren es schon gut 1000 Millionen Euro, also mehr als eine Milliarde Euro! Und das verteilt auf knapp 40 Mannschaften. Wenn man bedenkt, dass die Branchenprimus den Großteil davon abschöpfen, lässt sich erahnen, wie wertvoll Werbeverträge für die Teams sind.

Welche die erfolgreichsten deutschen Bundesligaclubs sind

Der Meister hieß wie so oft in den jüngsten Jahren FC Bayern München. Ein stattlicher Vorsprung in der Tabelle belegt die Vormachtstellung. Die meisten Punkte, die meisten Tore erzielt, die wenigsten Gegentreffer eingefangen – der logische Champion. Mit Respektabstand dahinter der Dauerrivale BVB Dortmund. Auf Rang 3 der relativ junge Ligakonkurrent RB Leipzig, knapp dahinter dann Mönchengladbach und Leverkusen. Soweit die sportlichen Zahlen. Doch kommen wir zu den anderen Zahlen. Wer durfte wie viel Geld aus Werbeeinnahmen für sich verbuchen? Zuerst ein Blick auf die hinteren Ränge.

Die Schlusslichter der Bundesliga

Der SC Paderborn ist in beiden Belangen der Tabellenletzte. FC Union Berlin rangiert knapp vor Paderborn – zumindest, wenn es um die Werbeeinnahmen geht. Sportlich befindet man sich in der Tabellenmitte. Fortuna Düsseldorf schwankt jedes Jahr zwischen erster und zweiter Spielklasse. Deshalb ist man bei den Sponsorgeldern ebenfalls im Hintertreffen. FC Köln hat eigentlich eine sehr lebhafte Geschichte hinter sich. Die Werbeeinnahmen waren zuletzt aber dürftig. Das gibt Platz 15.

Das Mittelfeld? Im Mittelfeld gibt es Überraschungen. VfL Wolfsburg, ein Verein mit einem mächtigen Geldgeber rangiert in der Einnahmentabelle im Mittelfeld. FC Schalke 04 ergeht es auch nicht wesentlich besser. RB Leipzig, mit überaus prominentem Sponsor schrammt knapp an den Top 5 vorbei.

Platz 3: Bayer 04 Leverkusen

Die Werbeeinnahmen aus TV-Werbung, Trikotwerbung usw. beliefen sich zuletzt auf gut 65 Millionen Euro. Damit hat man besser verdient als der Tabellenrang vermuten lässt. Platz 5 schaute in der Saison 2019-20 heraus. Damit ist man zwar in der Königsklasse des europäischen Fußballs dabei, muss aber noch Qualifikationshürden meistern. Zumindest ist den Bayer-Kickern eines gewiss: die internationale Bühne und damit automatisch ein höherer Werbewert. Wir dürfen annehmen, dass der Geldsegen auch heuer weiter auf die Spieler niederprasselt.

Platz 2: Borussia Dortmund

Die Gelb-Schwarzen sind in der sportlichen Tabelle ebenfalls auf Rang 2. Das bedeutete Champions League, damit automatisch hohe Gelder aus TV-Einnahmen. Der Run auf deren Trikots ist seit Jahren sowieso immens. Knapp 67 Millionen scheffelten diese Jungs in der abgelaufenen Saison. Der Werbewert dieses Vereins ist seit Jahren und Jahrzehnten eine Bank. Die Fangemeinde ist riesig. Das weckt die Aussicht auf noch größere Einnahmen. Die Präsenz des Vereins ist seit langem ungebrochen. Die Zukunftsaussichten sind rosig.

Platz 1: FC Bayern München – wie sollte es anders sein?

Erstaunlicherweise ist der Vorsprung bei den Werbeeinnahmen wesentlich kleiner als es die sportliche Tabelle vermuten lässt. Dort ist der Punktevorsprung immens. Bei den Werbeeinnahmen ist der Vorsprung klein. Knapp 68 Millionen Euro durfte man aus Werbeeinnahmen für sich verbuchen. Man hätte fast mit mehr gerechnet… Aber so ist das eben. Mitleid für die Kicker und die Vereinsbosse ist freilich nicht angebracht. Hier nagt niemand am Hungertuch. Auch nicht in Zeiten, in denen Corona die Wirtschaft phasenweise lahmlegt. Die jüngste Champions League wurde gewonnen. Der Erfolgshunger ist vorhanden wie eh und je. Man darf gespannt sein, wie die kommende Saison aussehen wird.

Woher die übrigen Gelder im Fußball kommen

Klar ist, dass jeder Verein nur dann sportlichen Erfolg hat, wenn er wirtschaftlich auf gesunden Beinen steht. Gute Spieler wollen gut bezahlt werden. Ansonsten wechseln sie den Verein. Damit sie bezahlt werden können, braucht es Einnahmequellen. Der Geldregen aus Werbeeinnahmen reicht nicht immer aus. Oder können Sie sich vorstellen, dass der FC Bayern München die Spielergehälter und die Stadionmiete, Spielertransfergelder mit den rund 68 Millionen Euro bezahlen kann? Wohl kaum. Internationale Turniere wie Euroleague und Champions League bescheren einen großen Geldregen. Spielerverkäufe selbstverständlich auch. Wer hier erfolgreich im Geschäft der Großen mitmischt, hat es geschafft. Die übrigen Vereine, die in dieser Disziplin ein wenig das Nachsehen haben, brauchen potente Sponsoren, die dem jeweiligen Verein ein gewisses Etat zur Verfügung stellen.

Wer sind die großen Sponsoren der Bundesliga?

Wer wissen möchte, wer die großen Geldgeber im Hintergrund der Vereine sind, muss sich im Grunde nur die Trikots ansehen. Diese sind die Werbeflächen, die schlussendlich die meiste Werbezeit im Fernsehen und im Stadion bekommen. Hier eine Auflistung einiger Sponsoren und wieviel Geld diese im neuen Fußballjahr zuschießen.

Volkswagen beschert dem Vfl Wolfsburg 70 Millionen Euro. Die Telekom bringt dem FC Bayern München 45 Mio, 1&1 gemeinsam mit Evonik steuern beim BVB Dortmund 35 Mio Euro bei. Red Bull ist beim RB Leipzig für Geldsegen verantwortlich. 35 Millionen Euro sind es hier. FC Schalke 04 arbeitet mit Gazprom zusammen. 20 Millionen Euro ist das Ganze wert.

Die Schlusslichter im Ranking sind Arminia Bielefeld (Schüco bringt 2,5 Millionen mit), Union Berlin (Aroundtown lässt 2,5 Millionen springen) und der SC Freiburg mit dem Sponsor Schwarzwaldmilch (3 Millionen).

Wer dachte, das seien die gesamten Einnahmen, der irrt. Siegprämien machen das Ganze noch intransparenter. Leistungsbezogene Verträge sind heute Standard und regeln weitere Geldflüsse, abhängig von der Zahl der Siege und Niederlagen. Welcher Verein am Ende wieviel verdient, ist somit nur ganz schwer zu ermitteln. Aber zumindest haben Sie einen Überblick über das Grobe Ganze bekommen und wissen nun, wo die Großverdiener sind.

 

Fotocredit: SID