Die Fans beurteilen die Digitalstrategie der Deutschen Fußball Liga (DFL) kritisch. In einer Umfrage der Votingapp FanQ im Auftrag des SID beurteilen 63,9 Prozent der Befragten die zuletzt von DFL-Chefin Donata Hopfen verkündete Vision von der "digitalsten Fußballliga der Welt" als negativ oder sogar sehr negativ.
Hopfen treibt Digital-Strategie voran (Foto: FIRO/FIRO/SID)
Hopfen treibt Digital-Strategie voran
Foto: FIRO/FIRO/SID

Nur 21,5 Prozent gaben an, ein großes bzw. sehr großes Interesse an einem digitalen Service mit vielfältigeren TV-Bildern zu haben. Eine besonders ablehnende Haltung haben die Befragten gegenüber On-Field-Interviews mit Spielern bei Spielunterbrechungen.

82,7 Prozent zeigen sich wenig bis gar nicht begeistert von derartigen Gedankenspielen. Auch das Bedürfnis an zusätzlichen Daten und Grafiken in Echtzeit (21,0 Prozent groß bzw. sehr groß) sowie mehr Live-Content durch per Social-Media-Matchday-Feed (15,3 Prozent groß bzw. sehr groß) hält sich in Grenzen.

Für die Möglichkeit, die einzelnen Spiele der Bundesliga-Konferenz individuell zusammenstellen zu können, lassen sich immerhin 41,5 Prozent der Anhänger begeistern. Sogar 48,0 Prozent haben ein großes oder sehr großes Interesse daran, die Kommunikation der Schiedsrichter mitverfolgen zu können.

Insgesamt vertreten 46,5 Prozent die Meinung, dass die genannten Maßnahmen die Attraktivität der Bundesliga nicht bzw. überhaupt nicht steigern können.

Die digitalen und sozialen Medien sind für nur 20,3 Prozent der Befragten wichtig. Demgegenüber schätzt eine deutliche Mehrheit von 90,5 Prozent traditionelle Werte wie beispielsweise Fan-Nähe, Fair Play, Integrität und Mitbestimmung als wichtig bzw. sehr wichtig ein.

 

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