Nationalspielerin Laura Freigang sieht in der geringeren Bezahlung gegenüber den männlichen Kollegen eine große Chance. "Der Fußball bei uns fühlt sich noch immer sehr ehrlich und direkt an. Das finde ich angenehm, das wünschen sich auch viele Fans – und darin liegt eine Möglichkeit, unsere Position zu stärken", sagte die 24-Jährige im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Freigang spielt ihr erstes großes Turnier (Foto: FIRO/FIRO/SID)
Freigang spielt ihr erstes großes Turnier
Foto: FIRO/FIRO/SID

Sie sei "wirklich nicht neidisch darauf bin, so früh so viel Geld zu verdienen", führte sie aus: "Das Geld verändert die Strukturen enorm. Wir Frauen sind länger unbeschwert. Das ist ein großer Luxus." Sie selbst vermeide auch jegliche Vergleiche zum Männerfußball. "Wir wollen den Männern doch nichts wegnehmen, wir wollen einfach nur selbst Fußball spielen", erklärt Freigang.

Es gehe hauptsächlich um Anerkennung. "Wir können mit unseren Spielen auch unterhalten. Und es heißt eben nicht, dass wir nur, weil wir gegen eine Männermannschaft verlieren würden, grundsätzlich weniger Unterhaltungswert besitzen. Ich würde mir sehr wünschen, dass uns die große Masse eine ehrliche Chance gibt", sagte die Angreiferin kurz vor ihrer ersten EM-Teilnahme.

 

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