Der Deutsche Fußball-Bund steht laut DFB-Präsident Bernd Neuendorf vor großen Herausforderungen - nicht nur aufgrund der Pandemie, der Energiekrise und der Gastgeberrolle bei der EURO 2024. Vielmehr müsse auch in punkto Verbands-Infrastruktur und dem Verwalten der steigenden Mitgliederzahlen einiges getan werden.
DFB-Präsident Neuendorf zu Herausforderungen für den DFB (Foto: FIRO/FIRO/SID/Max Ellerbrake)
DFB-Präsident Neuendorf zu Herausforderungen für den DFB
Foto: FIRO/FIRO/SID/Max Ellerbrake

"Wir registrieren nach der Europameisterschaft in England einen Zulauf von Mädchen und Frauen in die Vereine, können den aber nicht richtig auffangen", sagte der 61-Jährige auf dem Sportbusinesskongress SPOBIS am Mittwoch in Düsseldorf.

Neuendorf weiter: "Wir haben zu wenig Plätze und Kapazitäten, um die Flut von Neuanmeldungen zu bedienen. Kinder und Jugendliche werden abgewiesen, das ist Fakt gerade in Ballungszentren. Im ländlichen Raum haben wir andere Probleme." Die Auswirkungen könnten fatal sein, wenn nicht gegensteuert werde. "Da darf man sich nicht wundern, dass wir irgendwann Probleme in der Spitze bekommen. Das wirkt alles wie ein Zahnrad ineinander", äußerte der DFB-Chef.

Neuendorf sucht den engen Austausch mit der Politik: "Es gibt eine Menge, dass ich mit der Politik besprechen muss." Seit seiner Wahl hat er ein verändertes Klima festgestellt. "Vor nicht allzu langer Zeit war es fast rufschädigend, mit dem DFB in Verbindung gebracht zu werden. Das haben wir aufgebrochen", betonte Neuendorf.

Er habe mehrfach mit Bundeskanzler Olaf Scholz gesprochen, sei in Ministerien in Berlin gewesen und habe auch mit dem Bundespräsidenten geredet: "Wir haben wieder Zugänge, und nur dann kann man Forderungen hinterlegen wie in der Energiekrise."

 

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