Gesperrter Platini sieht sich im Recht und fordert "Anstand" von der FIFA

Der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini sieht sich von der Schweizer Justiz in seiner Unschuld bestätigt und fordert die Aufhebung seiner Sperre durch den Fußball-Weltverband FIFA. "Nach dieser Entscheidung kann ich nicht länger vom Fußball ausgeschlossen sein", sagte Platini am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Am Freitag hatte zunächst die französische Tageszeitung Le Monde berichtet, dass der 62-Jährige keine Untersuchung wegen Korruptionsverdachts durch die Schweizer Strafverfolger zu befürchten habe. Jetzt Fußballreise buchen!

"Endlich", sagte Platini dazu: "Ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe. Ich hoffe, dass die FIFA jetzt den Mut und den Anstand hat, meine Sperre aufzuheben, nachdem die Justiz festgestellt hat, dass es keine unrechtmäßige Zahlung gab. Ansonsten werden meine Berater weiterhin mit allen Mitteln gegen die Sperre vorgehen. Dann geht die Seifenoper weiter."

Le Monde hatte sich bei seiner Berichterstattung auf ein Schreiben der Schweizer Behörden an den Anwalt des Franzosen berufen. Wegen einer dubiosen Millionenzahlung von der FIFA an Platini war dieser, parallel zum früheren FIFA-Präsidenten Sepp Blatter, im Dezember 2015 zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden. Mittlerweile wurde die Strafe reduziert. Sie ist nun im Oktober 2019 abgegolten.

Die Sperre wurde ausgesprochen, da Platini im Jahr 2011 vom Weltverband 1,8 Millionen Euro für eine Beratertätigkeit erhalten hatte, die rund zehn Jahre zurücklag. Einen schriftlichen Vertrag darüber gab es nicht. Platini stand seit 2007 an der Spitze der Europäischen Fußball-Union. Gegen seine Sperre hat er inzwischen beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage eingereicht.

 

SID

 

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