Tuchel zu Neymar-Beleidigungen: "Müssen einen fairen Weg finden"

Trainer Thomas Tuchel vom französischen Fußball-Meister Paris St. Germain hat nach den Beleidigungen gegen Neymar einen respektvolleren Umgang mit dem Superstar angemahnt. "Er ist weiterhin hier bei uns, und daher werde ich ihn beschützen. Ich kann verstehen, dass nicht jedem gefällt, was er gesagt und getan hat. Aber wir müssen einen fairen Weg finden, unsere Emotionen auszudrücken", sagte Tuchel nach dem erfolgreichen Liga-Auftakt (3:0) gegen Olympique Nimes. Jetzt Fußballreise buchen!
Thomas Tuchel

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Ob er Verständnis für die Unmutsbekundungen habe? "Ja und nein. So laufen Dinge im Leben. Die Emotionen in dieser Angelegenheit sind sehr aufgeladen, und wir müssen damit umgehen", sagte der 45 Jahre alte PSG-Coach.

Die Zuschauer in der französischen Hauptstadt hatten den wechselwilligen Neymar während des Spiels auf Plakaten und mit Gesängen beleidigt. Tuchel hatte die Fanaktionen nach eigener Aussage nicht mitbekommen und war erst nach dem Spiel darüber informiert worden.

Der 27-jährige Neymar, der keinen Hehl aus seinen Wechselabsichten macht, hatte nicht im Aufgebot gestanden. PSG-Sportdirektor Leonardo hatte vor dem Anpfiff die Spekulationen über eine Rückkehr des brasilianischen Superstars zum FC Barcelona oder einen Wechsel zu Real Madrid neu angeheizt. Leonardo sprach von "Diskussionen", die "weiter fortgeschritten" seien als vorher.

Für den erfolgreichen Auftakt gegen Nimes sorgten andere: Edinson Cavani (24., Handelfmeter), Kylian Mbappe (61.) und Angel Di Maria (69.) trafen für Paris. Die deutschen Nationalspieler Thilo Kehrer und Julian Draxler standen bei PSG ebenso in der Startelf wie der Ex-Dortmunder Abdou Diallo.

 

SID

 

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