Der französische Fußball-Erstligist SC Amiens prüft nach dem Abbruch der Ligue 1 und dem damit verbundenen Abstieg rechtliche Schritte. Man fühle sich "ungerecht behandelt", weil der Klub nicht mehr in der Lage sei, auf dem Platz um den Ligaerhalt zu kämpfen. "Die sportliche Gleichheit wurde missachtet. Ich finde die Entscheidung ungerecht, und mein Job ist es, die Interessen von Amiens zu verteidigen", sagte Klub-Präsident Bernard Joannin.
Joannin sieht seinen Verein ungerecht behandelt

Joannin sieht seinen Verein ungerecht behandelt

Der Ligaverband LFP hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Spielzeit mit sofortiger Wirkung beendet sei und die Abschlusstabelle anhand des Punktedurchschnitts der einzelnen Teams ermittelt werde. Tabellenführer Paris St. Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel wurde entsprechend zum Meister erklärt, gemeinsam mit dem SC Amiens (19.) muss auch der abgeschlagene Tabellenletzte FC Toulouse (20.) absteigen.

Joannin forderte ein Aussetzen des Abstiegsregel. Stattdessen sollten die beiden bestplatzierten Zweitligisten aufsteigen und die Ligue 1 in der kommenden Saison auf 22 Teams aufgestockt werden.

 

SID