Genau 30 Minuten dauerte die Premiere von Argentiniens Fußball-Ikone Lionel Messi im Dress seines neuen Arbeitgebers Paris St. Germain. Am Sonntag feierte der 34-Jährige, 21 Jahre lang Spieler und Identifikationsfigur des FC Barcelona, sein PSG-Debüt bei Stade Reims. Beim 2:0 (1:0)-Sieg der Pariser wurde Messi in der 66. Minute eingewechselt.

Messi beim Debüt im neuen Dress - aber noch ohne Treffer (Foto: SID)

Messi beim Debüt im neuen Dress - aber noch ohne Treffer (Foto: SID)

Den vierten Saisonsieg bescherte mit einem Doppelpack ausgerechnet der abwanderungswillige Kylian Mbappe den Parisern. Die Treffer (16., 63.) seines neuen Teamkollegen musste der sechsmalige Weltfußballer Messi noch von draußen verfolgen. Mbappe stand hingegen ebenso wie 222-Millionen-Euro-Mann Neymar in der Startelf. PSG bleibt ungeschlagen und führt mit der maximalen Ausbeute von zwölf Punkten die Tabelle weiter an.

Als Messi sich ab der 58. Minute am Spielfeldrand aufwärmte, jubelten die Zuschauer bereits. Doch zu einem gemeinsamen Einsatz des "MNM-Sturms" kam es nicht, denn für Messi ging Neymar vom Feld. In der Schlussphase kam auch 2014er-Weltmeister Julian Draxler (81.) noch zum Zug.

Paris dominierte die Partie über weite Strecken, doch auch Reims kam durchaus zu Chancen. Der Treffer von Marshall Munetsi (51.) wurde nach minutenlanger VAR-Überprüfung jedoch wegen Abseits annulliert. Mbappe traf per Kopf zur frühen Führung und erhöhte in der zweiten Halbzeit aus kurzer Distanz. Die ersten Ballkontakte von Messi wurden von den Zuschauern gefeiert.

Die L'Equipe schrieb am Sonntag auf der Titelseite bereits: "Leo I., ein König in Reims!" Damit erinnerte die Sportzeitung an die einstige Tradition, dass die französischen Könige traditionell in Reims gekrönt wurden. Schon die Nominierung für das Spiel wurde von L'Equipe als "Krönung" verkauft.

PSG-Trainer Mauricio Pochettino hatte bereits am Samstag angekündigt, dass neben Messi auch Mbappe und Neymar "sicher" zum Aufgebot gehören. Der argentinische Coach hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel außerdem betont, dass Mbappe ihm nicht gesagt habe, PSG zu Real verlassen zu wollen.

Trotzdem nehmen die Spekulationen um Mbappe, der angeblich für 180 Millionen Euro in die spanische Hauptstadt wechseln soll, vor dem Ende des Transferfensters am Dienstag (31. August) zu. Klar ist, dass Messi sein Glück an der Seine sucht.

Der Pokalsieger hatte nach dem Sensationstransfer des Argentiniers vom FC Barcelona zunächst auf den Vize-Weltmeister von 2014 verzichtet, weil dieser noch nicht die nötige Fitness besessen hatte. In Reims gehörte Messi erstmals zum Kader des Hauptstadtklubs.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten bei Barca hatte sich Messi für einen Transfer nach Paris entschieden, nachdem die Katalanen das Gehalt des Südamerikaners nicht mehr zahlen konnten. Dem Vernehmen nach soll der Vize-Weltmeister von 2014 bei PSG rund 40 Millionen Euro netto per annum kassieren.

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SID