Kurz nach dem Skandalspiel gegen den 1. FC Köln hat die Präfektur von Südkorsika den Anhängern des französischen Fußball-Erstligisten OGC Nizza den Besuch des Ligue-1-Duells bei AC Ajaccio verweigert. In einer am Freitagabend veröffentlichten Erklärung teilte die Regionalregierung mit, dass aufgrund eines Erlasses des Innenministeriums "die individuelle oder kollektive Anreise" der OGC-Fans am Sonntag verboten sei.
Der OGC Nizza muss in Ajaccio auf seine Fans verzichten (Foto: AFP/SID/VALERY HACHE)
Der OGC Nizza muss in Ajaccio auf seine Fans verzichten
Foto: AFP/SID/VALERY HACHE

Diese Maßnahme werde insbesondere wegen "der zahlreichen Störungen der öffentlichen Ordnung infolge des gewalttätigen Verhaltens einiger Fans der beiden Vereine" in letzter Zeit ergriffen, hieß es weiter.

In Nizza war es am Donnerstagabend am Rande des Conference-League-Spiels zwischen OGC und dem Bundesligisten 1. FC Köln (1:1) zu schweren Zwischenfällen zwischen Fangruppen innerhalb des Stadions gekommen, in die offenbar auch gewaltbereite Ultras des Nizza-Rivalen Paris St. Germain involviert waren. 32 Personen wurden verletzt.

Auf der korsischen Seite war es am vergangenen Sonntag unmittelbar nach dem Spiel der beiden Mannschaften am Flughafen zu Schlägereien zwischen Fans von Schlusslicht AC Ajaccio und dem FC Lorient gekommen.

 

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