Es sollte der Jubel-Song für die österreichische Nationalmannschaft um Teamchef Ralf Rangnick bei der in zwei Wochen startenden Fußball-EURO in Deutschland (14. Juni - 14. Juli) sein: „L‘amour toujours“. Doch der jahrzehntelang mitreißende, unpolitische wie harmlose Ohrwurm vom 56-jährigen Italiener Gigi D‘Agostino erhielt nun einen derben "Kratzer", der die UEFA-Verantwortlichen dazu veranlasste, den Song abzustellen, respektive ein Verbot auszusprechen.

Die rot-weiß-rot-Fans haben sich mit dem ÖFB-Team auf einen neuen Jubel-Song einzustimmen, der demnächst präsentiert werden soll.

„Der ÖFB steht ganz klar für Toleranz, Vielfalt und Integration!“

Hintergrund: Auf der deutschen Nordsee-Insel Sylt wurden Videos veröffentlicht, in denen Party-Gäste bei dem Song ausländerfeindliche Parolen verlauten ließen. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auch in Kärnten und Niederösterreich. Laut dem „profil“ wurde der Evergreen in diesem Frühjahr „zum Code für Rechtsextreme“.

Der Hit wurde auch bei ÖFB-Länderspielen als "Jubel-Hymne" gespielt, nun wolle man eine neue bestimmen, wie der Verband vermeldete und in einer weiteren Stellungnahme betonte: „Der ÖFB steht ganz klar für Toleranz, Vielfalt und Integration und engagiert sich für ein wertschätzendes Miteinander in allen Bereichen der Gesellschaft. Nach den jüngsten Vorfällen um die missbräuchliche Verwendung wird der Song bei ÖFB-Länderspielen nicht gespielt."

Fotocredit: Christian Fauland