Mustafi: "Ich bin zur Zielscheibe geworden"

Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi hat seine unfreiwillige Rolle als Hassobjekt der Fans seines Klubs FC Arsenal und das "unmenschliche" Fußball-Geschäft beklagt. Die Kritik an ihm sei "eskaliert und irrational geworden", sagte Mustafi dem Spiegel: "Ich bin zur Zielscheibe geworden. Irgendwann haben mich die Leute sogar für eine Niederlage verantwortlich gemacht, bei der ich gar nicht gespielt hatte." Jetzt Fußballreise buchen!
Mustafi sieht sich als

Mustafi sieht sich als "Zielscheibe" der Arsenal-Fans

Mustafi sieht sich seit einigen Monaten im Internet beißendem Spott bis hin zu offenem Hass ausgesetzt. Ein paar Fehler auf dem Platz hätten "ein Chaos ausgelöst, das ich so noch nie erlebt hatte", berichtete der 27-Jährige, dem Gunners-Teammanager Unai Emery im Sommer einen Wechsel nahegelegt hatte.

Mustafi, bei seinem Transfer nach London 2016 mit 40 Millionen Euro Ablöse teuerster deutscher Verteidiger, stand in dieser Saison bei keinem einzigen Ligaspiel im Kader. In Ligapokal und Europa League bestritt er alle drei Spiele über 90 Minuten - immer zu null.

"Es gab Tage, in denen ich wirklich etwas an mir gezweifelt habe. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mental stark bin", sagte er. Vor allem seine Familie und Frau Vjosa Kaba habe ihm geholfen, dennoch ist er "offen" für einen Transfer.

Mustafis bittere Bilanz: "Der Fußball ist unmenschlicher geworden. Dazu hat auch Social Media beigetragen, weil sich jeder äußern kann, ohne Klarnamen. Die Leute können ihren Frust direkt bei uns abladen." Er wünscht sich mehr Restriktionen: "Ich habe Bedenken, dass so etwas irgendwann auch noch meine Kinder betreffen wird."

 

SID

 

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