Freispruch: Cagliari kommt nach rassistischen Entgleisungen straffrei davon

Der italienische Fußball-Erstligist Cagliari Calcio ist nach rassistischen Entgleisungen seiner Anhänger gegen Inter Mailands Romelu Lukaku straffrei davongekommen. Im Urteilsspruch der Sportrichter des italienischen Fußballverbandes FIGC heißt es, dass betreffende "Gesänge, Schreie und Pfiffe" gegen Lukaku in Bezug auf "Ausmaß und Wahrnehmung" nicht als diskriminierend einzuordnen seien. Jetzt Fußballreise buchen!
Lukaku wurde von Cagliari-Fans mit Affenlauten bedacht

Lukaku wurde von Cagliari-Fans mit Affenlauten bedacht

In der Ligapartie zwischen Cagliari und Inter Mailand am 1. September war Lukaku kurz vor, während und kurz nach der Ausführung seines Elfmeters zum 2:1-Sieg für Inter mit Affenlauten bedacht worden, die bei der TV-Übertragung im italienischen Fernsehen deutlich hörbar waren.

Der belgische Nationalspieler hatte nach dem Vorfall in den sozialen Netzwerken einen Appell gegen Rassismus veröffentlicht. "Wir dürfen keine Form der Diskriminierung erdulden", schrieb er und forderte: "Ich glaube, dass wir Spieler uns zusammenschließen und eine Erklärung zu diesem Thema abgeben sollten."

Cagliari hatte den Vorfall öffentlich als "verwerflich und krassem Widerspruch zu den Werten" des Klubs verurteilt. Die Entgleisungen der Anhänger der Sarden war allerdings kein Einzelfall. Bereits im April hatten Cagliari-Fans an gleicher Stelle den damals für Juventus Turin spielenden dunkelhäutigen Stürmer Moise Kean nach einem Tor mit Affenlauten verunglimpft. Auch der Franzose Blaise Matuidi war in Sardiniens Hauptstadt schon Opfer von rassistischen Aktionen geworden.

 

SID

 

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