Italiens Fußball-Verbandschef Gabriele Gravina befürchtet wegen der Energiekrise die Schließung des Trainingszentrums der Nationalmannschaft. Für das zentrale Vorbereitungsquartier des Europameisters in Coverciano bei Florenz hätten sich seit Mai Stromkosten von fast 150.000 Euro ergeben.
Gravina befürchtet Schließung des Trainingszentrums (Foto: AFP/SID/ALBERTO PIZZOLI)
Gravina befürchtet Schließung des Trainingszentrums
Foto: AFP/SID/ALBERTO PIZZOLI

Um eine Schließung zu verhindern, sei nun die Unterstützung der Regierung nötig. "Die Energiekrise ist schlimmer als die Pandemie. Dieses Mal trifft uns dieser Tsunami während wir bereits am Boden sind. Wir fordern von der Regierung Unterstützung wie alle anderen Wirtschaftssektoren", erklärte Gravina im Interview mit der römischen Tageszeitung Il Messaggero.

Das Trainingsgelände sei "nicht mehr tragfähig, die Kosten haben sich verdreifacht, und es gibt keine anderen Einnahmequellen, auf die man zurückgreifen könnte", ergänzte Gravina. Darüber hinaus macht sich der 68-Jährige Sorgen "um die ganze Welt des Sports. Ich befürchte, dass der Vereinssport, das Rückgrat des Sports, auf der Strecke bleibt. Das wäre ein tödlicher Schlag".

 

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