Drees glaubt weiter an den Videobeweis: "Ein laufender Prozess"

Vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison ist DFB-Projektleiter Jochen Drees weiter voll und ganz vom Videobeweis überzeugt und hat die Technologie verteidigt. "Der Video-Assistent macht den Fußball gerechter", sagt Drees den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Jetzt Fußballreise buchen!
Drees macht sich für VAR stark

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Zuletzt erst hatten Drees und Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich nach dem Tritt von Joshua Kimmich vom deutschen Meister Bayern München gegen Dortmunds Jadon Sancho im Supercup einen Fehler eingeräumt. Der Video-Assistent bewertete die Situation mit einer Gelben statt der fälligen Roten Karte.

Für Drees ist das aber kein Grund, am System zu zweifeln. "Die Öffentlichkeit diskutiert nicht über die Vielzahl der guten und richtigen Entscheidungen, sondern vielmehr darüber, was in wenigen Einzelsituationen nicht optimal gelaufen ist", sagte der 49-Jährige.

Die teils heftigen Reaktionen von Klubseite sieht er gelassen. "Wir tauschen uns regelmäßig aus und werden auch weiterhin auf Kommunikation und Dialog setzen", so Drees, "die Emotion darf aber keine Begründung oder Entschuldigung für eine respektlose oder unfaire Wortwahl im ersten Moment sein."

Der Videobeweis habe eine Zukunft. "Wenn wir uns in zehn Jahren wiedertreffen, dann bin ich mir sicher, dass wir deutlich weiter sind. Wir müssen lernen, das Thema Video-Assistent als Projekt zu sehen. Es wird immer ein laufender Prozess bleiben", sagte Drees.

 

SID

 

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