"Maßnahmen nicht zu früh lockern!" - beim ATUS Feistritz/Ros. glaubt man nicht an eine Durchführung der Rückrunde

Beim ATUS Feistritz im Rosental glaubt man nicht, dass eine Durchführung der Rückrunde in der 1. Klasse B wirklich sinnvoll wäre. Man hofft aber natürlich - so wie auch alle anderen Vereine - dass die Maßnahmen bald wieder gelockert werden können, zu früh sollte bzw. darf das aber nicht passieren. Schon alleine der Umstand, dass die Ausgangsbeschränkungen jetzt bis Ostern verlängert wurden, machen eine Durchführung der Rückrunde wohl unmöglich.  

Selbstverantwortung der Spieler

"Wir schreiben in dieser Situation niemanden etwas vor, weil wir nicht jede Privatsituation genau kennen und nicht wissen, ob alle Leute überhaupt die Möglichkeit hätten, etwas zu machen. Wir haben unsere Spieler aber gebeten, nach Möglichkeit trotzdem Heimtraining - ähnlich der Wintervorbereitung - zu machen", sagt Wofgang Kruschitz, Obmann Stv. des ATUS Feistritz im Rosental und ergänzt: "Stand heute haben wir zwei Verletzungsausfälle. Bei einem wissen wir von Anfang an, dass dieser das komplette Frühjahr ausfällt, beim Zweiten können wir nicht sagen, wie lange dieser ausfällt, da es sich um ein muskuläres Problem handelt. Wir profitieren von der verlängerten Pause aus sportlicher Sicht also nicht."

Keine großen Änderungen

"Prinzipiell soll der Spielbetrieb, sobald vom ÖFB und KFV freigegeben, wieder in den ursprünglichen Zustand kommen. Die einzigen Änderungen betreffen unser geplantes Zeltfest im heurigen Jahr. Sonstige Änderungen sind derzeit nicht geplant", erklärt Kruschitz.

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Foto (Sobe)

Keine rasche Lockerung zu erwarten

"Aus sportlicher Sicht soll eine Saison natürlich zu Ende gespielt werden. Aus wirtschaftlicher Funktionärssicht weiß ich noch nicht, ob es sinnvoll wäre. Da spielen andere Faktoren eine wichtige Rolle. Das hängt unter anderem stark davon ab, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Ich persönlich halte es für nicht sinnvoll, dass die Saison fertig gespielt werden soll. Selbst wenn die Neuerkrankungen in den nächsten 2-3 Wochen immer weniger werden, wäre eine zu rasche Lockerung der Maßnahmen nicht sinnvoll, da ein erneuter Ausbruch drohen könnte. Insofern glaube ich nicht, dass sich bis Mitte/Ende April etwas ändern wird.

"Jahresmeisterschaft ja, aber einheitlich"

"Ich höre von der Idee gerade das erste mal, aber das ist sicherlich eine Alternative, über die man nachdenken kann. Darüber müssen sich aber andere "schlaue" Köpfe unterhalten. In den unteren Ligen dürfte es wohl egal sein ob man Herbst/Frühjahr oder Frühjahr/Herbst spielt, aber wie sieht es dann im Profibereich aus? Stellt der ganze ÖFB den Ablauf um oder nur die unteren Ligen in einzelnen Verbänden? Es kommt sonst ja irgendwann der Sprung von einem System ins nächste, z. B. KTN-Liga spielt Frühjahr/Herbst, RL aber wie gewohnt Herbst/Frühjahr, was macht dann der KTN-Liga-Aufsteiger bzw. RL-Absteiger aus Kärnten? Da wären dann ev. 6 Monate Pause bis zum nächsten Saisonstart. Ich bin prinzipiell nicht gegen eine Umstellung, aber dann alle oder keiner, und keine Mischsysteme im selben Verband", erklärt der Obmann Stellvertreter.

Schönste Nebensache der Welt

"Wir bitten alle Leute, ob Fans oder nicht, sich an die Maßnahmen zu halten, um diese Lage schnellstmöglich zu überwinden und danach wieder in unseren Alltag zurückzukehren. Wir wünschen allen nur das Beste und vor allem Gesundheit und freuen uns, wenn wir mit allen Sportbegeisterten schon bald wieder "der schönsten Nebensache der Welt" nachgehen dürfen", schließt Wolfgang Kruschitz ab.

ligaportal.at wünscht allen Vereinsmitgliedern, Fußballfans und deren Familien in dieser Situation alles erdenklich Gute. Vielen Dank, dass ihr unserem Portal treu bleibt. 

 

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