3:3 nach 0:3! Starkes Lebenszeichen von Wernberg in Stockenboi!

Hinter dem SV Wernberg liegen harte Wochen. Die Elf von Martin Piuk verlor fünfmal in Serie und rutschte in den Tabellenkeller ab. Keine guten Vorzeichen also vor dem schweren Gang zum SV Stockenboi am Weißensee, das in der Tabelle vorne mitmischt, aber seinerseits die letzten beiden Spiele verlor. Alles schien bereits für eine Siegesfeier am Weißensee angerichtet, die Heimischen führten dank Zeljko Simic- Doppelpack bereits mit 3:0. Dann erwies sich Wernberg aber noch als Partyschreck...

 

Wernberg verlor zwar fünf Spiele in Serie, war aber dabei keineswegs immer unterlegen. In Stockenboi präsentierte sich die Elf von Martin Piuk ebenfalls von ihrer guten Seite, suchte in der Fremde offensiv eingestellt den Weg zum Tor von Thomas Suppik und fand in der ersten Halbzeit wesentlich mehr Möglichkeiten vor als die Weißensee-Kicker, die sich auf der eigenen Anlage auf das Kontern einstellten.

Aluminium als Wernberg-Magnet, Simic zeigt wo das Tor steht

In dieser Anfangsphase trafen die Wernberger Markus Ulbing & Sinisa Miljevic nur die Stange. Es sollten später noch drei Aluminium-Treffer folgen. Der Ball will vorerst einfach nicht den Weg ins Tor von Stockenboi finden. Kurz vor der Pause zeigte Goalgetter Zeljko Simic wie es funktioniert. Eine Ecke verwertet er trocken per Kopf zum 1:0 für Stockenboi knapp vor der Pause (43.).

Nach dem Seitenwechsel trafen für Wernberg abermals Ulbing, David Kargl & Igor Lovric nur das Gehäuse von Thomas Suppik. Wernberg-Trainer Martin Piuk stand schon regelrecht verzweifelt an der Outlinie und musste mit ansehen, dass es statt dem Ausgleich das 0:2 setzte, Christoph Tschernutter schließt erfolgreich einen Konter ab (58.).

Mittlerweile war die Luft bei Wernberg draußen und Stockenboi bestimmte das Geschehen. Das mündete in ein zweites Tor von Simic, der am 16er-Eck zwei Mann versetzt und Stockenboi mit einem Kracher unter die Latte seine Farben scheinbar sicher mit 3:0 in Führung bringt. Zu der Phase schien die Sache gegessen, auch wenn Wernberg mit einem Doppeltausch noch einmal alles in die Waagschale warf.

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Wernberg riecht Lunte und bringt die gesetzte Ladung zur Zündung

Als David Kargl in der 76. Minute das 1:3 nach Schuss von Markus Ulbing erzielte, zeigte sich die Stockenboi-Bank noch unbeeindruckt, Alexander Ertl nahm in der 80. Minute seinen Doppeltorschützen Simic vom Platz. Für Wernberg fiel aber eine ständige Gefahr weg, sah sich ermuntert noch einmal alles zu riskieren und in das Spiel zurück zu kommen. Es ging tatsächlich auf, im Finish gab es noch die zwei nötigen Treffer um einen Punkt mitzunehmen. Der Anschlusstreffer fiel aus einem Freistoß von David Kargl den Igor Lovric per Kopf ins Tor verlängert (86.). Beim Ausgleich zwei Minuten später agierte Markus Ulbing in einem Strafraumgetümmel umsichtig, behielt den Überblick. Letztlich hat sich Wernberg den Punkt auch verdient und beendet seine Durststrecke.

Die Besten: Zeljko Simic (St) bzw. David Kargl (OM) Christian Ulbing (ZM)

Martin Piuk (Trainer Wernberg): "Diese ganzen Niederlagen mit einem Tor Differenz wurden schon zur Kopfsache. Jetzt wo wir ein 0:3 aufholten, hoffe ich auf einen Ruck der sich positiv auf die letzten Spieltage im Herbst auswirkt."

 

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