Mit einem neuen Trainer will der SC St. Veit die Spitzenposition zurückerobern

Nach einem ganz starken Saisonstart mir folgendem Rückfall überwintert der SC St. Veit "nur" an der vierten Stelle der Tabelle der 1. Klasse C. Mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Kappel ist aber natürlich noch immer alles möglich und ein enger Titelkampf ist beinahe schon vorprogrammiert. Im Frühjahr wollen die Blumenstädter also die alte Rangordnung wieder herstellen und mit einem neuen Trainer - Raphael Groinig stellte sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung - den nächsten Anlauf zum Aufstieg in die Unterliga starten. Der ehemalige Spieler Florian Novak wird der neue starke Mann an der Linie sein.     

Durchwachsener Herbst

"Wir sind mit der Herbstsaison nicht wirklich zufrieden. Nach einem tollen Start (fünf Siege aus den ersten fünf Spielen, sechs Spiele ohne Gegentor) verloren wir in der siebten Runde im Metnitztal. Von da an konnten wir nicht mehr die Leistung auf den Platz bringen, die wir uns erwarten - daraus resultierend auch die bescheidenen Ergebnisse in der zweiten Hälfte des Herbstes", blickt Michael Salbrechter, Sektionsleiter und Spieler  des SC St. Veit mit gemischten Gefühlen zurück und fügt hinzu: "Aufgrund dessen, dass auch alle anderen Teams Punkte liegen gelassen haben, sind wir aber weiterhin voll im Kampf um den Aufstieg in die Unterliga dabei. Die Stimmung im Team war und ist super. Wir haben einen guten Mix aus jungen Kickern, Spielern im besten Fußballalter und erfahrenen Routiniers."

Starker Start, schwaches Ende

"Das Highlight der Hinrunde war sicher der Saisonstart mit 15 Punkten aus fünf Spielen und einem Torverhältnis von 13:0. Dazu kam der Cup-Sieg gegen Landesligist Kraig. Leider konnten wir die starke Frühform nicht halten", sagt Salbrechter.

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Foto (Sobe): Michael Salbrechter (vorne) erzielte im Herbst sieben Tore für den SC St. Veit

Großes Stadion als großer Vorteil

"Wir haben in unserer wunderschönen Jacques-Lemans-Arena natürlich andere Möglichkeiten als kleinere Vereine. Trotz des "Abklebens" von jedem zweiten Sitzplatz hatten wir noch immer 250 nummerierte Sitzplätze zur Verfügung. In der Kantine haben sich alle an die geltenden Maßnahmen gehalten und auch in der Kabine wurde auf Abstand geachtet", kam man beim SC St. Veit gut durch des ersten Teil der Krise. "Während der Meisterschaft gab es bei uns keinerlei Verdachtsfälle oder positive Fälle. In der Winterpause gab es den ein oder anderen infizierten Spieler - schwere Verläufe gab es zum Glück keine", erklärt der Sektionsleiter.

Große Sehnsucht nach dem Ball

"Wir hoffen, dass es eine normale Rückrunde geben wird. Wir alle wollen nur eines - Fußball spielen. Die Sehnsucht unseren geliebten Sport ausüben zu dürfen ist groß. Ohne Einschränkungen, Verhaltensregeln und Co. wird es im Frühjahr aber auch nicht funktionieren - da müssen wir durch", hofft Michael Salbrechter. "Ein Spielbetrieb unter Auflagen sollte aber möglich sein. Wir hoffen auf einen Aufstiegskampf am grünen Rasen im Frühjahr 2021. Generell fehlt einfach der Umgang innerhalb der Mannschaft, das Training, die Gespräche, das Zusammenkommen."

"Sind gut aufgestellt"

"Natürlich war das vergangene Jahr auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht einfach. Wir sind in St. Veit aber gut aufgestellt. Zudem sind die Kosten für Spieler, Trainer und Co. überschaubar - alle haben Ihre Gehälter natürlich, wie vereinbart, erhalten. Aus dem NPO-Fonds, vom ÖFB und auch vom KFV haben wir Unterstützungen erhalten. Es versucht ja jeder das Beste aus der Situation zu machen. Gegenseitige Schuldzuweisungen sind Fehl am Platz. Wenn wir im Frühjahr eingeschränkt (Masken, Auflagen und Co. - aber mit Zuschauer) starten können und über den Sommer wieder zur "Normalität" zurückkehren, sind wir, und ich denke auch viele andere Vereine, mit einem blauen Auge davongekommen", denkt man in St. Veit durchwegs nur positiv.

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Foto (Sobe): Der neue Trainer des SC St. Veit: Florian Novak

Transfers sind möglich - Trainer ist neu

"Es ist generell schwer, im Winter neue Spieler zu verpflichten. Die Covid-Situation und das ungewisse Frühjahr machen die Situation nicht einfacher. Ein, zwei Zu- und Abgänge wieder es möglicherweise geben. Wir suchen die ein oder andere Alternative in der Offensive - da hatten wir uns im Herbst mehr erwartet. Fix ist aber noch nichts", sagt Salbrechter. "Neu ist der Trainer. Der 24-jährige B-Lizenz-Trainer Florian Novak übernimmt bis Sommer das Traineramt von Raphael Groinig. Florian ist ein sehr motivierter, ehrgeiziger, junger Trainer mit klaren Vorstellungen. Wir werden alle im Verein alles daran setzen, die gesteckten Ziele im Frühjahr 2021 zu erreichen - hoffentlich bekommen wir die Möglichkeit dazu", schließt Michael Salbrechter motiviert ab.

Der SC St. Veit und ligaportal.at wünschen ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr!

 

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