Vereinsbetreuer werden

Aufsteiger Moosburg will auch im Frühjahr überraschen!

Wie jedes Jahr führt Ligaportal in der Winterpause Interviews mit Offiziellen, Trainern und Spielern durch. Einerseits um den Herbst Revue passieren zu lassen, andererseits um den Fußballfreunden einen Ausblick auf das Frühjahr zu gewähren. Heute stand uns der spielende Obmann vom SV Wellcard Moosburg, Marco Feichter, Rede und Antwort.

 
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Moosburg-Obmann Marco Feichter hofft auf einen belebenden Konkurrenzkampf innerhalb seines Kaders Foto: SOBE

LP: Marco, Moosburg liegt als Aufsteiger auf dem starken dritten Platz. Deckt sich das mit euren Erwartungen?

Marco Feichter: „Wenn man sich anschaut, wie viele Punkte wir in den Schlussminuten herschenkten, wäre durchaus ein Mitspielen um die Tabellenführung möglich gewesen, das ist zwar etwas ärgerlich, aber im Großen und Ganzen sind wir mit dieser ersten Saisonhälfte sehr zufrieden. Der dritte Platz ist eine respektable Leistung für das, dass wir den Kader seit dem Aufstieg kaum veränderten. Am Ende war etwas die Luft draußen, das schlug sich in den Ergebnissen nieder. Konzentration bis zum Ende ist sicher ein Punkt, an dem wir in der Vorbereitung arbeiten wollen. Aber man sieht, dass wir in der ersten Klasse angekommen sind und in den nächsten Jahren sicher mit uns zu rechnen ist.“

LP: Demgemäß sollte bei euch eine gute Stimmung im Club herrschen?

Marco Feichter: „Die Stimmung im Verein ist hervorragend, alle sind froh, endlich wieder am Platz stehen zu dürfen, angefangen vom Nachwuchs bis hin zur Reserve und der Kampfmannschaft. Unser Vorteil ist der nagelneue Kunstrasen, auf dem wir selbst bei diesen Witterungsbedingungen perfekte Verhältnisse haben, wir können in der Vorbereitung immer mit dem Ball am Fuß trainieren. Da kommt natürlich jeder gerne zum Training.“

LP: Stichwort Vorbereitung: Wann ging es bei euch los, wie sieht der Fahrplan aus?

Marco Feichter: „Wir stehen bereits seit 11. Jänner im Saft für die Rückrunde. Wir wollen auf alle Fälle weiterhin attraktiven Fußball spielen, als Team noch mehr zusammenwachsen & reifen, effizienter in der Chancenverwertung werden und jungen Spielern möglichst viel Einsatzzeit geben. Dann sehen wir, was am Ende des Tages herauskommt.

Unser erstes Testspiel bestreiten wir erst am übernächsten Wochenende und bis dahin werden wir uns etwas einfallen lassen, angesichts der COVID-Zahlen kann ich mir eine erneute Maßnahmen-Verschärfung leider vorstellen. Wenn nicht, habe ich gehört, dass man 2 Spiele abwickeln kann (à 45min.), bei denen man dann zwei unterschiedliche Aufstellungen aufs Feld schickt. Genaues muss ich aber erst mit den zuständigen Instanzen abklären.“

LP: Womit du meine nächste Frage bereits anreißt: Glaubst du an einen Spielbetrieb nach Plan im Frühjahr?

Marco Feichter: „Angesichts der aktuellen Zahlen wage ich keine Prognose dazu abzugeben, es bleibt zu hoffen, dass die omikrone Variante des Virus weniger schwer ist und die Intensivbetten frei bleiben. Eine Verschiebung vom Ligastart nach hinten könnte ich mir aber vorstellen. Die Gesundheit der Spieler sollte bei der Entscheidung im Vordergrund stehen, denn letztlich ist der Fußball immer noch ein Hobby.“

LP: Wie sieht es mit Zu- und Abgängen aus, ortet ihr noch Handlungsbedarf?

Marco Feichter: „Abgänge aus der Kampfmannschaft wird es nach jetzigem Stand ziemlich sicher keine geben. Wir planen den einen oder anderen Neuzugang, bis die Transfers im System durch sind, möchte ich darüber aber nicht zu viel ausplaudern.

Als Tabellendritter gibt es auf keiner Position akuten Handlungsbedarf, jeder Spieler erledigte einen guten Job. Wir wollen lediglich an der Kadertiefe arbeiten, da durch die vielen Covid-bedingten Trainingspausen Verletzungen schneller passieren können, darauf wollen wir vorbereitet sein. Am schönsten wäre natürlich, wenn alle fit bleiben, weil dann muss jeder um seinen Stammplatz fighten.“

LP: Abschließend noch die Meisterfrage: Wer macht das Rennen?

Marco Feichter: „Wenn ich zur Bewertung die Herbstsaison heranziehe, dann wäre alles andere als der SC St. Veit eine riesige Überraschung. Auch wenn wir sie mit 3:0 besiegen konnten, St. Veit war in den anderen Spielen einfach zu konstant. Sie stehen absolut verdient an der Tabellenspitze.“

LP: Danke für das ausführliche Interview und viel Erfolg!