Derbysieg in Steuerberg! Reichenau im Aufwind!

Die 1. Klasse C wird ja heuer von den Teams aus dem Bezirk St. Veit dominiert, umso mehr Gewicht bekommen die Feldkirchner Derbys in der Liga. Am Samstag war es wieder einmal soweit- der SV Steuerberg empfing den Lokalrivalen SC Reichenau/Falkert und das Spiel stand ganz unter dem Zeichen eines drohenden Abstiegskampfes, auch wenn beide Teams nicht unmittelbar bedroht sind. Steuerberg erzielte drei Remis in Serie und kommt nicht so recht vom Fleck, während Reichenau sich mit 4 Punkten aus den letzten drei Spielen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich wegschob.

 

Bei Reichenau beginnen die Mechanismen und Zuordnungen von Trainer Florian Zuschlag zu greifen, der ja bekanntlich mitten in der Vorbereitung das Zepter übernahm. Auf den schlechten Start reagierte er mit einem neuen Kapitän, schenkte Innenverteidiger Julian Gruber Vertrauen und erweiterte dessen Kompetenzen als sein verlängerter Arm auf dem Platz. Seitdem geht es aufwärts bei den Falkert-Kickern, während die Elf von Martin Sinz  auf der Stelle tritt. Steuerberg präsentierte sich in den letzten Wochen defensiv gut organisiert, knöpfte sowohl Friesach als auch St. Veit ein Remis ab, kreiert aber offensiv zu wenige Möglichkeiten und trifft demgemäß recht selten. 12 Tore nach 11 Spielen sind im Unterhaus für eine hohe Punkteausbeute einfach zu dürftig.

Doppelschlag der Gruber-Brüder stellt die Weichen auf Auswärtssieg

Aus der Sicht von Steuerberg glich das Derby einer Blaupause der letzten Wochen, das Spiel lief gefällig nach vorne, es gab viele Eckebälle, die aber letztlich kaum für wirkliche Gefahr vor dem von Tim Lipovac gehüteten Tor sorgten. Es fehlte im Strafraum dann an Genauigkeit und zündenden Ideen.

Reichenau erwies sich da als effektiver- die allererste Ecke war schon mit der Führung der Gäste verbunden- Hannes Gfrerer scheitert noch an Keeper Christoph Ritzinger, Neo-Captain Julian Gruber stand aber goldrichtig zur Stelle und staubte ab (23.). Von dem Schock noch gezeichnet legt Ales Poplatnik nur zwei Minuten später auf Simon Gruber ab- der ältere der beiden Gruber-Brüder trifft mit seinem ersten Saisontor zum 2:0! Ein mögliches 3:0 bald darauf verwehrte Schiri Manfred Krassnitzer wegen Abseits die Anerkennung, womit sich die Reichenau-Ecke nicht einverstanden erklärte.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit strahlte Steuerberg wieder mehr Gefahr aus, der Lohn stellte sich mit dem Anschlusstreffer nach einer kurz abgespielten Ecke durch Manuel Egger (40.) ein. Das war auch der Halbzeitstand.

Falkert spielt den Sieg nachhause

Im zweiten Durchgang stellte Falkert-Trainer Zuschlag trotz Führung die Truppe taktisch etwas anders ein, überließ Steuerberg das Feld ohne dem Kontrahenten im 16er Entfaltungsmöglichkeiten anzubieten. Das Konzept ging weitgehend auf- Steuerberg musste nach und nach aufmachen, die sich eröffnenden Kontermöglichkeiten ließ Ales Poplatnik ungenützt, es war nicht der Tag des Offensivspielers. Umgekehrt wirkte der Minimalvorsprung keineswegs wie Baldrian auf die Reichenau-Bank und in der 95. Minute, als schon Goalie Ritzinger bei Standards nach vorne gezogen wurde, blieb den Gästen fast das Herz stehen- die letzte Möglichkeit der Hausherren ging aber neben das Tor und die Punkte gehen auf die Falkert.

Die Besten: Keiner bzw. Julian Gruber (IV) Mathias Gellan (ZM)

Hans Florian Zuschlag (Trainer Reichenau): "Bei uns beginnt es jetzt zum Glück langsam aber sicher zu laufen. Der Sieg heute war zwar knapp, aber bestimmt nicht unverdient."

 

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