Eitweg siegt bei Schneeregen in Globasnitz!

Der SC Globasnitz will und will heuer einfach nicht in die Gänge kommen. Erst ein einziger Sieg steht auf der Habenseite (und der war im August), die vielen Remis manövrierten die Jauntaler gefährlich nahe an den Strich heran. Auch gegen den SV Eitweg gab es trotz verheißungsvollem Beginn keine Trendwende, die Lavanttaler entführten bei extremen Bedingungen alle drei Punkte.

 

Die Anlage in Globasnitz gilt als fast immer bespielbar, egal welche Wetterverhältnisse auch herrschen mögen. Gleichzeitig gilt es als Kuriosität, dass bei Schlechtwetter meistens der Naturrasen besser als der Kunstrasen bespielbar ist. So war es auch am gestrigen Sonntag, wo sich beide Teams tapfer über 90 Minuten nichts Schenkten, bei starkem Regen und zeitweise mischten sich Schneeflocken in den Niederschlag. Dennoch ging alles regulär über die Bühne, die Platzmeister leisteten ganze Arbeit und auch das Corona-Konzept von Globasnitz bewährte sich erneut und wurde von allen beteiligten umgesetzt.

Globasnitz gibt in der ersten Halbzeit den Ton an

Es lief gut für das recht junge Team von Albin Dlopst, die Jauntaler entzogen sich der verordneten Manndeckung von Eitweg ab dem 25iger und tauchten immer wieder gefährlich vor dem von Stefan Kucher gehüteten Tor auf. In der 16. Minute bekam Globasnitz einen Elfmeter zugesprochen- Youngster Daniel Hinteregger ging Dejan Podbreznik etwas zu ungestüm an, den Strafstoß verwertet Mario Hutter.
Die erste Halbzeit gehörte weiter den Heimischen, auch wenn Eitweg in der 40. Minute durch Sedin Suljic ausgleichen konnte. Die fantastische Vorarbeit dafür leistete Egon Britzmann. Globasnitz antwortete sofort. Einen in der 1. Hälfte so häufigen Zuordnungsfehler Eitwegs nutzten sie zur abermaligen Führung, Schütze Adrian Koraschnigg spielte dabei auch noch einen Verteidiger aus.

Eitweg setzt erfolgreich auf Jugend

In der Pause krempelte der völlig unzufriedene Eitweg-Trainer Herwig Kreuzer seine Truppe um. „Nichts was wir uns vorgenommen haben, wurde umgesetzt!“ Er brachte Jugend für Routiniers und schickte Tobias Grundnig und Adnan Zukic sofort, Lukas Riedl im Laufe der zweiten Halbzeit in diese Wetterschlacht. Nun funktionierte die Deckung besser, Globasnitz wurde der Nerv gezogen und nach vorne gab es auch mehr Szenen.

In der 69. Minute wird Egon Britzmann gelegt und auch hier zögerte Schiedsrichter Christopher Kiedl nicht lange, deutete sofort auf Elferpunkt. Medin Mehmedovic verwertete und für die letzten 20 Minuten löste Eitweg seine taktischen Fesseln, blies zum „Hollywood“ obwohl kein Rückstand gegeben war. Das Risiko zahlte sich aus, Serkan Aslan bekam am 20iger den Ball, lief noch ein paar Schritte Richtung Tor und zog ab- sein satter Schuss ließ Keeper Patrick Stefan keine Chance (83.).


Bei dem 3:2 blieb es auch, für Globasnitz rückt langsam aber sicher der rote Strich in unangenehme Sichtweite, während sich Eitweg einstweilen im Mittelfeld festsetzt. Irgendwie waren an diesem Sonntag alle tapfer. Bei solchen Bedingungen gibt es nur selten Spiele.

Stimme zum Spiel
Herwig Kreuzer (Trainer Eitweg): „Die erste Hälfte hat gar nichts funktioniert, in der zweiten haben die Jungen das Spiel geprägt. Wir wollten nach dem Ausgleich unbedingt noch den Sieg.“

Die Besten (Eitweg): Serkan Aslan (DM) Daniel Spinotti (IV)