Vereinsbetreuer werden

Ainet geht unverändert auf Titeljagd!

Wie jedes Jahr führt Ligaportal in der Winterpause Interviews mit Offiziellen, Trainern und Spielern durch. Einerseits um den Herbst Revue passieren zu lassen, andererseits um den Fußballfreunden einen Ausblick auf das Frühjahr zu gewähren. Heute stand uns Bernd Amoser, Trainer der TSU Ainet Rede und Antwort.

 

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Bernd Amoser baute über Jahre hinweg eine schlagkräftige Truppe auf Foto: SOBE

 

LP: Bernd, ihr habt im Herbst nur dreimal remis gespielt, sonst alles gewonnen. Was waren die Gründe von eurem Lauf?


Bernd Amoser: „Ich bin nun seit 7,5 Jahren Trainer hier in Ainet. Wir haben hier einen Stamm, den ich bereits im Teenageralter übernahm. Diese geringe Fluktuation bei zugleich jungen Spielern ließ die Formung einer schlagkräftigen Truppe zu. Wir sind kompakt, wir sind eingespielt. Schon die letzte Saison zeigten wir ansatzweise auf. Heuer setzte bereits das zweite Spiel, der  4:1-Sieg über Meisterschaftsfavorit Sachsenburg ungeahnte Kräfte frei. Dann waren wir entweder kaum zu halten, oder erzwangen selbst nach Rückständen Siege. Wir waren einfach gut drauf und kurzfristige Rückschläge steckten wir noch in der restlichen Spielzeit weg. Die Gegner spielten gegen uns auch plötzlich anders, als wir Tabellenführer waren. Wir haben das aber eher genossen, es entwickelte sich eine regelrechte Euphorie, auch bei den Fans. Wir ließen dennoch viele Chancen liegen, aber das ist schon Jammern auf hohem Niveau.“

LP: "Ist damit der Meistertitel das erklärte Ziel?

Bernd Amoser: "Wenn wir als Tabellenführer mit fünf Punkten Vorsprung nicht den Meistertitel als Ziel ausrufen, machen wir uns unglaubwürdig. Ja, wir wollen die Meistermedaillen nach Osttirol holen. Obermillstatt und die Sachsenburg Kickers sind die härtesten Gegner. Wenn Baldramsdorf nicht schon so abgerissen wäre, würde ich die auch noch nennen. Die waren nämlich offensiv bärenstark." 

 LP: Wie schaut es  am Spielersektor aus? Wann startet die Vorbereitung?

Bernd Amoser: „Es gibt bei uns weder Zu- noch Abgänge. Wir vertrauen den Burschen, die sich an die Tabellenspitze setzten. Außerdem verdient bei uns niemand Geld, echten Verstärkungen müssten wir wohl etwas bieten. Leider gibt es keine Challenge-Meisterschaft mehr bei uns. Das führt dazu, dass ich nicht allen die Minuten geben kann, die ich jedem gerne zugestehen möchte. 

Das Training begann am 14. Jänner, ich tendiere nach der langen Pause eher zu einem frühen Trainingsstart, vielleicht geben wir den Burschen dann im Februar dafür eine Woche frei. Wir planen dabei fünf Testspiele, beginnend am 29. Jänner gegen Dölsach.“

LP: Also derzeit alles eitel Wonne bei euch. Gibt es etwas, was Bernd Amoser in Ainet abgeht?

Bernd Amoser: „Es wäre mein großer Wunsch, ein oder zwei Nachwuchsteams im jüngeren Alter im Verein zu etablieren. Wo man noch weniger Kinder benötigt. Das ist angesichts der Umstände gar nicht einfach, aber das wäre nun mal mein Wunsch, dass wir das schaffen.“


LP: Abschließend die Frage der Fragen: Wird im Frühjahr, zumindest die Meisterschaft wieder nach Plan gespielt?

Bernd Amoser (sehr energisch): „Ja! Heuer findet alles so wie geplant statt!“

LP: Das hoffen wir alle. Danke für das Interview und eine verletzungsfreie Vorbereitung!