St. Jakob/Def. holt Grafendorf von der Tabellenspitze!

Einen wahren Kracher brachte die 13. Runde der 2. Klasse A mit sich. Die SG St. Jakob/Defreggental empfing zu Hause den Tabellenfürhrer, den SK Grafendorf. St. Jakob wollte im Heimspiel mit einem Sieg am Tabellenführer vorbeiziehen. Sollte gleichzeitig das punktegleiche Baldramsdorf in Berg nicht gewinnen können oder ein hoher Sieg gelingen, winkte sogar die Tabellenführung. Doch Grafendorf war nicht ins Defreggental gereist um die Tabellenführung am Silbertablett zu servieren. Die Wichtigkeit der Partie zeigte auch die Tatsache, das Peter Tillian zum erst zweiten Mal in dieser Saison bei einem Auswärtsspiel dabei war. Geleitet wurde das Spitzenspiel von Michael Moser.

Remis zur Pause

Die Kulisse am St. Jakober Sportplatz war nicht sonderlich groß, doch die Hausherren zeigten sich davon unbeeindruckt und legten gut los. Von Beginn an übernahm man die Spielkontrolle, dies hinderte die Grafendorfer jedoch nicht in Führung zu gehen. In der elften Minute tauchte Peter Tillian vor dem Tor von St. Jakob Schlussmann Martin Innerhofer auf und zog ab. Der Ball rutschte ihm über den rechten Rist, von da ging er unhaltbar zum 0:1 ins rechte Kreuzeck. Trotz des unerwarteten Gegentreffer blieb St. Jakob am Kommando. Nach 17 Minuten legte der Schlussmann der Gäste, Michael Unterassinger im Strafraum den sehr aktiven Claudio Hafele. Die Konsequenz: Gelbe Karte und Strafstoß. Diesen ließ sich Rainhard Gasser nicht nehmen und glich zum 1:1 aus. Der Tabellenführer aus Grafendorf tat sich schwer in St. Jakob, die Hausherren waren richtig gut eingestellt. Doch eine Unachtsamkeit brachte die Grafendorfer erneut in Führung. Nach einem Einwurf in der 39. Spielminute ging ein Stangelpass von der Grundlinie auf dem nassen Boden durch und Patrick Steiner sorgte für das 1:2. Die Antwort der Hausherren ließ lediglich drei Minuten auf sich warten. Nachdem zuvor noch Veider und Monitzer scheiterten, war Michael Unterassinger nach 42 Minuten erneut chancenlos. Nach einem hohen Ball wollte einer der Defensivakteure den Ball mit dem Oberschenkel und mit dem Rücken zum St. Jakober Stürmer annehmen. Der St. Jakober Stürmer ging dazwischen, legte den Ball uneigenützig auf Daniel Monitzer quer. Dieser stoppte den Ball im Strafraum und legte ihn halbhoch über Michael Unterassinger ins Gehäuse. Pausenstand somit 2:2.

St. Jakob entscheidet nach dem Seitenwechsel die Partie

Nach dem Seitenwechsel war St. Jakob bemüht nicht neuerlich trotz Überlegenheit einem Rückstand nachzulaufen. Besser noch, man wollte nun endlich in Führung gehen und das Spiel in die eigene Richtung lenken. Dieses Vorhaben sollte gelingen. Nach 55 Minuten kam ein Wechselpass von rechts auf links ideal in den Lauf für Florian Brunner und dieser brachte St. Jakob nun zum ersten Mal in Führung. Grafendorf konnte sich von diesem Schock nicht richtig erholen und kassierte nur drei Minuten später den nächsten Gegentreffer. Claudio Hafele setzte sich auf links durch, bediente mit einem scharfen Querpass Daniel Monitzer. Der Goalgether ließ sich im Fünf-Meter-Raum stehend die Chance nicht entgehen und haute denn Ball unter die Querlatte ins Tor. Noch gab sich Grafendorf allerdings nicht geschlagen. In der 62. Spielminute, abermals nur vier Minuten später schlug Grafendorf nochmals zurück. Nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite war Peter Tillian zur Stelle und hämmerte den Ball per Hechtkopfball zum 4:3 in die Maschen. Grafendorf probierte in der Folge mehr, kam aber gegen eine bärenstarke St. Jakober Mannschaft nicht an. In der Schlussphase machte St. Jakob den Deckel drauf. Nach einem Foulspiel, für St. Jakob Trainer Hannes Brunner ein klarer Torraub, der Schiedsrichter sah es allerdings anders und zückte nur die Gelbe Karte, trat der für den Doppeltorschützen Monitzer gekommen Hannes Kleinlercher zum Freistoß an. Er hob den Ball, unhaltbar für Unterassinger, zum 5:3 Endstand über die Mauer.

 

Hannes Brunner (Trainer SG St. Jakob/Defreggen): "Grafendorf hat gewusst, dass es für sie bei uns schwer werden wird. Deshalb mussten sie auch alle Spieler mitnehmen. In der ersten Hälfte ist uns Peter Tillian zwei, drei Mal entwischt, in der zweiten Hälfte hatten wir ihn aber unter Kontrolle. Wir waren das bessere Team, aber auch Grafendorf hat sehr gut mitgespielt. Irgendwann haben sie vermehrt auf hohe Bälle nach vorne gesetzt. Das war für unsere Verteidiger natürlich ein gefundenes Fressen."

 

Die Besten: Claudio Hafele (Mittelfeld), Daniel Monitzer (Stürmer) bzw. Peter Tillian (Stürmer)

 

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