Ausnahmesituation beim SV Viktring! Gesamtes Team steht unter Quarantäne!

Der absolute Worst Case ist beim SV Viktring aus der 2. Klasse C eingetreten. Nach einem Training am 11. März, einem Tag bevor die gesamten Spiele in Kärnten abgesagt wurden, erkrankte ein Spieler und wurde daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet. Logischerweise wurde die gesamte Mannschaft - es waren 14 Spieler beim Training anwesend - unter Heimquarantäne gesetzt. Da die Inkubationszeit 14 Tage dauert, muss man also noch ein wenig warten, bis man hoffentlich Entwarnung geben kann.    

Nervenaufreibende Situation

"Unsere Mannschaft befindet sich in Heim-Quarantäne! Wir hatten am 11. März eine Trainingseinheit wo 14 Spieler anwesend waren. Einen Tag nach dem Training hatte einer unserer Spieler die üblichen Corona-Virus Symptome und meldete diese am Freitagvormittag. Der Abstrich, der am darauffolgenden Montag genommen wurde, ergab ein positives Ergebnis", erklärt Bernd Spitzer, der Trainer des SV Viktring und ergänzt: " Wir mussten alle unsere Adressen und Telefonnummern bekanntgeben, sind nun in Heim-Quarantäne und versuchen das Beste daraus zu machen. Wir sind stetig in Kontakt und jeder versucht sich etwas fit zu halten. Die Situation ist schwierig und nervenaufreibend, denn niemand weiß, wie es weitergeht. Ich habe für jeden Spieler einen Trainingsplan für zuhause zusammengestellt, den er machen sollte, wenn es die Möglichkeit dazu gibt."

Wären bereit gewesen

"Alle unsere Spieler waren fit, es gab keine Langzeitverletzten und wir waren auf einem guten Weg. Unsere Vorbereitung verlief sehr gut und alles war auf Meisterschaftsbeginn eingestimmt, doch gegen solche Situationen kann man nichts machen", sagt der Coach.

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Foto (Sobe/Archiv): Da war die Welt beim SV Viktring noch in Ordnung - jetzt bangt man um die Gesundheit der Spieler!

Platzsanierung

"Die Sanierung unseres Platzes befindet sich in der Endphase und ich hoffe, dass die Zeit genützt werden kann, um den Platz bis zum Meisterschaftsbeginn fertigzustellen. Die Baufirmen waren etwas in Verzug und wir hoffen, dass dies im Rahmen des Möglichen zu Ende gebracht werden kann", blickt Spitzer trotz der schwierigen Situation schon wieder nach vorne.

Frühjahrsrunde nicht möglich

"Meine persönliche Meinung ist, dass es so kurzfristig nicht mehr möglich sein wird, die Frühjahrsrunde abzuwickeln. Ich glaube, dass es sich um eine langwierige Geschichte handelt und auch ein verkürzter Spielplan wäre für uns nicht vom Vorteil, denn unter der Woche zu spielen, ist für die berufstätigen Spieler schwer und ich weiß nicht, ob dies nicht wettbewerbsverzerrend sein würde. Ich möchte nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken, die diese Entscheidung treffen müssen."

Jahresmeisterschaft wäre besser

"Ich bin ein Befürworter der Jahresmeisterschaft und es wäre sicher eine gute Idee! Was mich interessieren würde, ist eine kürzere Winterpause, denn die Zeitspanne, wo kein Spielbetrieb herrscht - von Mitte Oktober bis Ende März - ist sehr lang. Bei dem derzeitigen Klima kann man im Herbst eventuell sogar bis Ende November die Meisterschaft aufrechterhalten", ist sich Bernd Spitzer sicher.

"Haltet euch rigoros an die Maßnahmen!"

"Alle Menschen sollen sich an die Vorschriften halten, zuhause bleiben und an ihre Familien denken. Die Gesundheit ist wichtiger als Fußball und irgendwann wird es mit Sicherheit weitergehen und wir können wieder unserem geliebten Hobby nachgehen. Wir müssen momentan das Beste aus der Situation machen", schließt Bernd Spitzer ob der Ausnahmesitation doch etwas nachdenklich ab.

#derfussballbleibtzuhause #stayathome

 

ligaportal.at wünscht allen Vereinsmitgliedern, Fußballfans und deren Familien in dieser Situation alles erdenklich Gute und dem erkrankten Spieler natürlich baldige Genesung.
Vielen Dank, dass ihr unserem Portal treu bleibt. 

 

von Kurt Rieger/ligaportal.at

 

 

 

 

 

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