Pattstellung: Sechs Tore, aber kein Sieger zwischen St. Urban und Gurk!

In der 2. Klasse D kam es gestern in der vorletzten Meisterschaftsrunde zum Aufeinandertreffen zwischen dem SV St. Urban und dem SV Union Gurk. Beiderseits verlief die Auslosung gegen Ende der Meisterschaft nicht unbedingt günstig, dennoch galt es aber hier alle möglichen Kraftreserven zu mobilisieren, um sich vor allem nach der letzten Niederlage wieder zu rehabilitieren. Sieger gab es hier zwar keinen, aber dennoch bekamen die Zuschauer sechs Tore zu sehen und so endete die Partie mit einem packenden 3:3 Unentschieden.

Packende Anfangsminuten im Waldstadion

St. Urban wollte hier auf der eigenen Anlage die Heimmacht präsentieren und den Gegner von Beginn an nicht ins Spiel kommen lassen. Zwar schmiedete man sich dazu einen schlagkräftigen Plan, doch haperte es doch etwas an der Umsetzung. So waren es doch die Gäste aus Gurk, welche im Waldstadion den Torreigen eröffneten und durch ein Traumtor aus etwa 20-Metern zum 1:0 ins Kreuzeck trafen (Michael Felsberger). Die Hausherren ließen sich dadurch aber nicht beirren und hatten prompt die Antwort parat, als Stefan Kraschl nur eine Minute später, in der neunten Minute, einen Abpraller zum 1:1 nützte. Die Zuschauer kamen diesmal wohl voll auf ihre Kosten, denn nur wenige Minuten später ging das Torfestival munter weiter und es ging schon in Minute 14 Schlag auf Schlag, da sich keiner der Hinterreihen stabilisieren beziehungsweise die Angriffe nicht frühzeitig in Keim erstickt werden konnten. So war es Marvin Pickardt, der die Gäste mittels Kopfball wieder in Führung brachte und aufseiten der Hausherren abermals Stefan Kraschl, der aus leicht abseitsverdächtiger Position in der 17. das 2:2 besorgte. St. Urban kam danach besser in die Partie, wirkte spielbestimmender und blieb in der ersten 45 Minuten immer am Drücker, was sich auch am 3:2 durch Biedermann (32.) abzeichnete, während Gurk aber zunehmend die Spielanlage auf Konter auslegte und durchaus für Gefahr sorgen konnte.

Spiegelbild der ersten Halbzeit

In der zweiten Hälfte drehte sich dann das Blatt. Gurk übernahm unverständlicherweise im Laufe der zweiten Halbzeit das Kommando, während St. Urban im Konter aber mit der eklatanten Abschlussschwäche haderte, was sich alleine schon mit zwei Aluminiumtreffern beschreiben lässt. Und so musste man dann auch noch in den Schlussminuten dafür Tribut zollen und aus einem Eckball einen ominösen Ausgleich zum 3:3 hinnehmen, den Benjamin Krappinger aus kürzester Distanz in die Maschen drückte.

Am Ende, neben einem schlechten Schiedsrichtergespann, ein mageres 3:3, mit dem die Hausherren wohl nicht zufrieden sein werden beziehungsweise können.

Albrecht Huber, Trainer SV St. Urban:  "Es gab Chancen auf beiden Seiten, wobei wir ein Chancenplus hatten, aber den Sack nicht zumachen konnten. In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile, in der zweiten Hälfte wechselte sich dann das Bild und Gurk übernahm das Kommando."

 

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