Gmünd rückt nicht vom Erfolgskonzept ab

Die ASKÖ Gmünd etablierte sich in den letzten Jahren als Verein im ersten Tabellendrittel der Kärntner Liga. Dabei setzt man auf Spieler aus der Region, ein Weg den Trainer Hannes Truskaller weiter beschreiten wird. Mit der Ausrichtung der Nachholspiele kann man in Gmünd leben.

 

Trainer Hannes Truskaller feiert demnächst sein 10-jähriges Jubiläum bei Gmünd, wo er 2011 zunächst als Spieler seine Zelte aufschlug. Er war aber auch davor (Spittal, Rennweg) nur bei Oberkärntner Vereinen aktiv, passt so perfekt ins Profil der Liesertaler.

Truskaller Hannes Sobe A107809
Hannes Truskaller will weiter heimische Spieler forcieren und mit ihnen die Liga rocken. Foto: SOBE

KFV löste COVID-Herausforderung fair

In Gmünd zeigt man sich mit den KFV-Lösungen zufrieden, “wer aufsteigen will, hat nun die Möglichkeit, anderen entsteht wiederum durch die verkürzte Saison kein Schaden”, gibt sich Truskaller diplomatisch. “Allen kann man es in so einer Ausnahmesituation ohnehin nicht recht machen, wir glauben der KFV hat das fair gelöst.”

Ob die Nachwuchsteams durch die COVID-Pandemie Schaden erlitten hatten, konnte der Cheftrainer nicht erschöpfend beantworten (“darüber fehlt mir in den ganz jungen Jahrgängen der gesamte Überblick”), glaubt aber nicht an dauerhafte starke Rückgänge, weder in Gmünd noch anderswo: “Die jungen Talente bringen doch alle Leidenschaft für den Fußball mit, die werden bei uns und anderswo heiß auf das Spielen sein”, versprüht er Optimismus.

Keine Kaderveränderungen geplant, kein Abrücken von der Kaderpolitik

Die große Kontinuität erwies sich für Gmünd schon in den vergangenen Jahren als Trumpf, davon rückt der Klub nicht ab. Jene Männer, die beim Trainingsstart am 19. Mai einrücken, stellen auch das Team für die nächste Saison. Veränderungen sind dennoch nicht ausgeschlossen, nur kommen sie dann aus dem eigenen Nachwuchs. “Wir wollen mit unseren Leuten aus Gmünd und Umgebung einen attraktiven Fußball bieten”, umreißt Truskaller die Vorgabe für die nächste Saison.

Kontakttraining als Herausforderung

Durch die beispiellos lange Pause sei er auch als Trainer herausgefordert, erläutert der ehemalige gestandene Regionalliga-Kicker. “Fußball ist ein Kontaktsport. Durch die ewige Pause ist die Gefahr des Überpowerns riesig, wir müssen alle wieder langsam heranführen, um Verletzungen zu vermeiden.”

Auch im Hinblick auf die jetzige Situation erweist sich die Kaderpolitik als Vorteil: “Ich brauche mit niemandem extra zu reden, weil er nicht mehr da ist, oder keinen Vertrag mehr für die nächste Saison hat. Das wäre anders, wenn ich zB fünf Spieler ohne Vertrag für nächste Saison hätte.