Vereinsbetreuer werden

Quantensprung! Beim SV Feldkirchen zeigt man sich über die Entwicklung der Mannschaft hocherfreut

Der SV Feldkirchen war in der Herbstsaison der Kärntnerliga das Überraschungsteam schlechthin. Man überwintert auf dem starken dritten Tabellenrang, was der Mannschaft nach den letzten, etwas durchwachsenen Jahren, wohl nicht allzuviele Fußballfans und Experten zugetraut hätten. Trainer Stefan Pusterhofer formte aus dem Team wieder eine richtig funktionierende Einheit und mit 29 Punkten aus 17 Spielen (acht Siege, fünf Unentschieden, vier Niederlagen)) kann man durchaus sehr gut bilanzieren.

Mit Glück und Fleiß zum Erfolg

"Natürlich sind wir hochzufrieden mit der abgelaufenen Saison als Dritter. Alles andere wäre ja nicht normal und ich glaube, die wenigsten haben mit uns da vorne gerechnet", sagt ein hochzufriedener Stefan Pusterhofer, Trainer des SV Feldkirchen und fügt hinzu: "Wir hatten auch Glück mit wenig Verletzungen und gesperrten Spielern und ich muss ich sagen, die Mannschaft hat wirklich tolle Spiele abgeliefert und sich super entwickelt."

Auch die "Zweite Reihe" funktioniert

"Die Stimmung im Verein ist top da wir auch sagen müssen, dass wir mit unserer neu formierten Juniors Mannschaft mit jungen Spielern sehr zufrieden sind. In der 2. Klasse B mit 27 Punkten sind wir wirklich happy und unser Juniors-Trainer Michi Lattacher liefert eine tolle Arbeit ab. Auch der Vorstand mit unserer Obfrau Ingrid Maier und unserem Finanzchef Gerhard Schreilechner halten uns den Rücken frei, um in Ruhe arbeiten zu können. Es ist ja schon lange her, dass Feldkirchen so gut da steht", erklärt Pusterhofer

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Foto (Sobe): Martin Hinteregger (li.) war im Herbst der erfolgreichste Torschütze Feldkirchens

Starke Zugänge

"Abgänge haben wir bis jetzt keine zu vermelden. Zugänge - und da bin ich sehr happy-  mit Raphael Regenfelder, der von der Steiermark nach Kärnten zurückkehrt (war als Kapitän in Gössendorf in der Oberliga tatig) spielt auf der Außenbahn und mit Andreas Tiffner, der von der Polizei Wien nach Kärnten heimkehrt und in Zukunft Dienst in Villach versehen wird. Andi war bei uns gemeldet, konnte aber auf Grund seiner Polizei- Tätigkeit in Wien nie trainieren und so auch nicht spielen. Er kann auf vielen Positionen spielen IV, 6er, 10er oder Stürmer und ist daher ein sehr vielseitiger Spieler. Er hat in sämtlichem Jugendnationalteams gespielt und des weiteren unter anderem bei der Wiener Austria. Das sind natürlich zwei Topverstärkungen für uns mit sehr hoher Qualität", freut sich der Trainer. "Handlungsbedarf habe ich somit auf keiner Position mehr und die Jungs, die einen sensationellen Herbst gespielt haben, verdienen auch das Vertrauen von mir. Der einzige verletzte Spieler zur Zeit ist noch Kevin Bretis, der sich das Syndesmosesband gerissen hat, aber bis zum Trainingsstart wieder fit sein sollte."

Bestmöglich vorbereiten - vorne dabei bleiben

"Ziele sind immer so ein Thema. Ich will meine Mannschaft bestmöglich auf das schwere Frühjahr vorbereiten und in körperlicher und spielerischer Hinsicht weiterentwickeln. Dann bin ich überzeugt davon, dass wir da vorne dabei bleiben können. Natürlich, wenn man Dritter ist nach dem Herbst, steigen die Erwartungen auch von uns selbst und wir werden alles geben, um diesen Platz zu verteidigen. Das alleine wäre schon sensationell", bleibt Stefan Pusterhofer realistisch.

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Foto (Sobe): Feldkirchen-Trainer Stefan Pusterhofer hatte im Herbst keinen Grund grimmig zu schauen

"Es wäre eine Katastrophe"

"Also ganz ehrlich, es wäre eine Katastrophe für den gesamten Fußball, wenn wieder keine Frühjahrsmeisterschaft statt finden würde. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen und weiß auch nicht, wie man das den Vereinen erklären sollte. Überhaupt bei der kommenden Impfpflicht und nachdem sowieso nur mehr 2G auf den Platz darf. Also ich gehe zu 100 % davon aus, dass gespielt wird. Sonst macht sich der Fußball sowie die Politik unglaubwürdig", hofft man in Feldkirchen auf einen regulären Spielbetrieb im Frühjahr.

Aufstieg ist (noch) überhaupt kein Thema

"Wer Meister wird, ist nicht schwer zu erraten. Da muss man kein Experte sein. Es führt alles über Dellach/Gail nach diesem sensationellen Herbst und dem Vorsprung, da sind sie natürlich der Topfavorit. Mit dem Thema Aufstieg habe ich mich überhaupt nicht beschäftigt. Das wäre auch vermessen, denn wir waren vor einem Jahr noch im hinteren Tabellendrittel und haben jetzt einmal eine super Herbstsaison gespielt. Das wäre ja auch eine finanzielle Frage und wir in Feldkirchen wollen auf gesunden Beinen stehen und werden sicher kein finanzielles Abenteuer eingehen. Dazu kommt das Wichtigste - man muss man mit den Spielern reden, ob sie diesen Schritt, den Aufstieg in die Regionalliga, überhaupt mitgehen würden", schließt Stefan Pusterhofer ab.