Vereinsbetreuer werden

Kraig sucht für die nächste Saison noch ligataugliche Kicker!

 

Nach dem letztlich sicher geschafften Klassenerhalt befindet sich der SV Hirter Kraig im Umbruch. Der bisherige Co-Trainer Harald Proprentner rückt auf den Sessel des nach Grafenstein abgewanderten Stefan Weitensfelder auf, viel Bewegung kündigt sich im Kader an, vorerst freilich nur auf der Seite der Abgänge.

Platz neun und 50 Punkte: Eine herzeigbare Bilanz

Rein von der Abschlusstabelle her war es ein komfortables Jahr für die Mittelkärntner, allerdings täuscht das Zahlenwerk, durch die Unklarheiten bezüglich der RLM Auf- & Absteiger waren aber bekanntlich drei Viertel der Liga zumindest zeitweise in den Abstiegskampf involviert, wo letztendlich dann die 32 Punkte der WAC-Juniors genügten. 

„Das war schon ein bisschen komisch“, erinnert sich Proprentner an die letzte Meisterschaft, „zuerst schraubte sich die für den Klassenerhalt nötige Mindestpunktezahl in lichte Höhen und plötzlich lesen wir in den sozialen Medien, dass es auch die Juniors schafften. Aber es sei ihnen gegönnt.“ Mit der Bilanz seiner Truppe zeigte er sich naturgemäß zufrieden: „Das war eine herzeigbare Saison und ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Stefan Weitensfelder. Der Verein trat nach seinem Abschied an mich ran und ich sagte zu.“

„Es ist gar nicht so einfach, Spieler von Klagenfurt nach Kraig zu locken!“

Für die nächste Saison stehen Neuverpflichtungen noch aus: „Ich bin da offen: Es ist schwierig, ligataugliche Spieler zu finden. Noch schwieriger ist es, diese aus Klagenfurt nach Kraig zu locken.“  An der »weiten« Anreise liegt das nicht, so Proprentner, „eher daran, was die Clubs in und rund um die Landeshauptstadt bereit sind für ein ambitioniertes Hobby zu zahlen!“

So meldet Kraig bislang nur Abgänge, davon sind einige namhaft und schmerzlich: „Mo Kirbach (zu St. Veit Anm.) ist der schwerste Brocken, der uns verlässt. Der war ja nicht nur Kapitän, sondern hielt uns zusätzlich hinten zusammen.“  Ferner verlassen mit Mario Antunovic (ASK), Nico Holzer (Grafenstein), Imran Khazhmagamadov (Maria Saal), Alex Krappinger (Wien) & Alex Kampitsch (Launsdorf) fünf Stützen den Verein. 

Dieses Sextett ist nicht klubintern nachzubesetzen, auch wenn man Kulnik & Hertelt kürzlich verlängerte. „Bis zur Nummer 13 habe ich kein Problem, eine starke Truppe zusammenzustellen“, analysiert Proprentner, „aber danach wird es eng und über die Saison gesehen ist eine entsprechende Kadertiefe eine wichtige Komponente.“ Es wird also noch Transfers geben, „wir reden mit beiden Akademien der Bundesligisten.“ Erst nach Abschluss der Transferagenden will Proprentner von Zielen reden: „Ich muss schon zuerst wissen, was ich auf den Platz schicken kann. Gesicherter Mittelfeld-Platz wäre schön, dafür müssen wir aber zuerst die Kaderarbeit dafür leisten.“