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4 Tore & 4 rote Karten! Ein Rosentalderby für die Geschichtsbücher!

Das Rosentalderby zwischen dem SV St. Jakob & ATUS Ferlach endete nach heißen 90 Minuten mit einem 2:2-Remis. Es gab in diesem Spiel nicht weniger als vier rote Karten, die sich allerdings ungleich aufteilten. Drei erhielt St. Jakob und eine die Ferlacher ATUS, die in letzter Sekunde den Ausgleich schaffte.

Bessere Chancen für St. Jakob, Ferlach sieht Rot

In der ersten Hälfte überwog die Rasse die Klasse, von Beginn an war klar, dass es bei der Flutlichtpremiere im Rosental keinen Millimeter zu verschenken gab. Die besseren Chancen im ersten Umlauf fanden die Gastgeber vor. Kapitän Manuel Schüttelkopf & Marco Koller nach einer Dreifachmöglichkeit für die Gastgeber ließen gute Möglichkeiten liegen. Marco Koller war ohnehin der auffälligste Spieler in der ersten Halbzeit, erzwang mit einer geschickten Körpertäuschung ein Foul vom versetzten Martin Posratschnig. Der säbelte den St. Jakober Spielmacher nicht absichtlich um, aber dennoch war das Foul klar rotwürdig zu werten. Es blieb zur Pause beim 0:0.

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Foto: Sobe

Eine völlig verrückte zweite Hälfte: 4 Tore, 3 rote Karten und zwei Elfmeter

Die zweite Halbzeit begann mit Gelbrot für Jakob Orgonyi, der sich gegen seinen Ex-Verein etwas übermotiviert zeigte. Dann gab es den ersten Torschuss der Gäste, abgegeben durch Hannes Schwarz, was nichts daran änderte, dass St. Jakob gefährlicher blieb und durch Schüttelkopf in der 56. Minute völlig verdient in Führung ging. Zuerst traf er noch die Stange, er erlief aber seinen eigenen Abpraller.

Praktisch im Gegenzug schaffte Ferlach den Ausgleich. Thomas Walker foulte Florian Verdel, der Elfer war klar zu geben, Florian Verdel hätte auf seine 4-fach-Rolle im Neymar-Stil durchaus verzichten können. St. Jakob reklamierte dennoch heftig, und zwar wegen der roten Karte für den Foulsünder. Die Doppelbestrafung wurde ja vor einigen Jahren abgeschafft - zumindest theoretisch. Über diese Entscheidung wird die Fachwelt wie die Nichtfachwelt wohl noch lange diskutieren. Der Elfer saß bombensicher, Stephan Bürgler traf souverän. 1:1 also nach einer knappen Stunde.

Ferlach konnte mit der numerischen Überlegenheit relativ wenig anfangen, St. Jakob vermochte auch mit 9 Mann die Räume eng zu gestalten. Für Koller kam Emir Ljubijankic der mit gefährlichen Tempodribblings Ferlach immer wieder in Verlegenheit brachte. Er bereitet auch mit einer gut angetragenen Ecke das 2:1 durch Thomas Pirker vor, der aus kurzer Distanz wuchtig in die Maschen köpfte. Jener Pirker, der drei Minuten zuvor auf der Linie einen Ball von Bürgler wegkratzte, einer der Helden dieser verrückten Begegnung.

Es sah schon ganz nach einem Sieg aus, als in der Nachspielzeit Torhüter Christopher Altmann eine Flanke im Nachfassen runterfischte. Er wurde dabei von Hannes Schwarz  ganz offensichtlich nicht regelkonform angegangen, worauf dem Goalie die Sicherungen durchbrannten und er sich zu einem Revanchefoul hinreißen ließ. Minutenlange Diskussionen und Streitgespräche waren die Folge. Die St. Jakob-Bank konnte es nicht fassen, dass Schiedsrichter Arno Weichsler nochmals auf den Elfmeterpunkt zeigte und zudem Keeper Altmann ausschloss. Bürgler chippte den Ball wieder bombensicher hoch nahe der Kreuzecke rein, diesmal die linke Seite.

Die Flutlichtpremiere endete mit einem für die Gäste etwas glücklichen 2:2, die zahlreichen Fans sahen aber alles, was ein rassiges Fußballspiel ausmacht und werden wohl noch für Tage Gesprächsstoff haben.

Stimmen zum Spiel

Alexander Suppantschitsch (Trainer St. Jakob): "Wir haben das in der Unterzahl im Griff gehabt und gedreht, aber das waren unfassbare Schiedsrichter-Entscheidungen. Die Doppelbestrafung gibt es nicht mehr und wenn der Torhüter den Ball in der Hand hält, kann es keinen Elfmeter geben. Ich muss mich selbst mal sammeln, wie wir das in der nächsten Woche angehen."

Mario Verdel (Trainer Ferlach): "Wenn ein Torhüter in der Nachspielzeit so die Nerven verliert, müssen wir das Geschenk annehmen. Trotz der vielen Karten war es kein extrem hartes Spiel. Die Moral ist super, uns haben fünf Stammspieler gefehlt."

Die Besten: Pirker (IV), Koller (OM) bzw. Bürgler (St.) Florian Verdel (Linke Außenbahn)

 

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