Radenthein will sich zum runden Geburtstag verbessern

Im Herbst nistete sich bei der WSG Radenthein der Verletzungsteufel ein, zeitweise fehlte mehr als die Hälfte der 1er-Panier. Nach 12 Spielen eroberte die Elf von Bernhard Rekelj 17 Punkte und überwintert damit auf dem 9. Tabellenplatz. Im Frühjahr soll eine Steigerung her- und Laune auf die bevorstehende 70-Jahres-Feier wecken.

 Sobe A107236 min An mangelndem Kampfgeist (hier Kevin Jernej gegen Hermagor) lag es nicht, dass Radenthein im Herbst unter den Erwartungen blieb. Fotocredit: SOBE

Eng geht es her in der Unterliga West, die Villacher Admira (2./21 P.) trennen nur 8 Punkte vom 12. Ledenitzen (13 P.) und mittendrin befinden sich die Werkssportler, die auf einen schwierigen Herbst zurückblicken.

Ein Lazarett am Fuße der Nockberge

Es begann eigentlich tadellos, nach vier Runden erklommen die Grün-Gelben Rang drei und befanden sich früh im anvisierten Tabellenbereich. „Unter den ersten vier“, gab die sportliche Führung unter Wolfgang Hofer als Marschbefehl aus, bis zur 6. Runde hielt die Truppe den Podestplatz.

Ab der 7. Runde ließ sich diese Platzierung nicht mehr halten, es kamen Woche für Woche verletzte Spieler hinzu. Hofer, der selbst das Challenge-Team trainiert, musste gar ein Spiel seiner 1b verschieben, da sie fast geschlossen für Startelf & Reservebank der ULW benötigt wurde. Unter den Akteuren außer Gefecht befanden sich die gesetzten Offensivkräfte Thomas Krassnitzer (der den Verein im Winter verließ) & Jure Skafar. Obwohl die jungen Spieler in ihre Rollen gut hineinwuchsen, fehlte es an vorderster Front an Routine und Schlagkraft. Der Absturz auf Rang 9 erwies sich als unvermeidlich.

Signifikante Verbesserung als Ziel für das Frühjahr

Ob im Frühjahr überhaupt gespielt werden kann, hängt für Hofer bald am seidenen Faden, die Zeit drängt: „Wir brauchen mindestens 6 Wochen Vorbereitung, wenn der Breitensport nicht bald freigegeben wird, geht sich das hinten und vorne nicht mehr aus.“ Außerdem befürchtet Hofer zudem einen Spielbetrieb ohne Zuschauer und Kantine, für ihn „undenkbar, das überstehen die Vereine nicht.“

Wenn, wie die ganze Sportwelt hofft, sich das Blatt doch noch zum Guten wendet, dann will der sportliche Leiter & Co-Trainer nochmals angreifen: „Außer Nußdorf ist die Spitze nicht weit weg, die Jungen haben sich bewährt, die Verletzten kommen zurück. Wir sind trotz des Abgangs von Krassnitzer breiter aufgestellt“, so Hofer, der in seiner zweiten Radenthein-Ära die Latte hoch legt.

Radenthein feiert im Sommer seinen 70er

Die WSG Radenthein galt in den 60ern & 70ern gemeinsam mit der Austria Klagenfurt als das Flaggschiff des Kärntner Fußballs, spielte insgesamt 23 Saisonen in der erst- oder zweithöchsten Spielklasse vom ÖFB, drei davon ganz oben. 1951 gegründet, will die WSG das Jubiläum im Sommer gebührend feiern, wenn möglich inklusive einem Freundschaftsspiel gegen einen namhaften Gegner, der gerade in Kärnten auf Trainingslager weilt.

Sorgen um den Nachwuchs, neue Vereinskantine

Wie viele andere Klubs sorgen sich die Werkssportler um den Fortbestand ihrer 6 Nachwuchsteams. Hofer „Es wäre unredlich zu sagen, dass wir wissen wie viele Kinder & Jugendliche nach dieser langen Pause wieder auf den Platz zurückkehren. Viele machen derzeit gar keinen Sport & der Turnunterricht in den Schulen ist derzeit ein besseres Spazierengehen.“

2021 soll weiters der Anpfiff für den Bau der neuen Vereinskantine erfolgen. „Da fehlt noch die Unterschrift vom Bürgermeister, wir hoffen diese nach den Wahlen zu bekommen“, schließt Hofer das Gespräch ab.

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