Thal/Assling: “Alles unternehmen um zu spielen!”

Der URC Thal/Assling kann die Herbstsaison noch nicht erschöpfend beurteilen, weil noch satte drei Spiele ausstehen. Zwei Spiele fielen den Wetterkapriolen zum Opfer, gegen Ende der Meisterschaft erwischte es einige Aktive leider mit COVID-Infektionen. Für das Frühjahr sorgen sich die Osttiroler um den Spielbetrieb und weisen auf einige ungelöste Fragen hin.

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Schnee, Corona & drei ausstehende Spiele: Auf Thal/Assling mit Michael Jungmann warten Mammutaufgaben. Foto: SOBE

Nach drei Siegen in Serie erwies sich die neue Rolle als Favorit gewöhnungsbedürftig

Thal/Assling startete mit drei Siegen, nach und nach stellten sich die Gegner aber immer besser auf das spielfreudige Konzept von Trainer Ibel Alempic ein. “Wir hatten vor allem auf dem eigenen kleinen Platz Probleme, die Gegner schlugen uns mit den eigenen Waffen aus der Vergangenheit”, erzählt Sektionsleiter Michael Jungmann. Thal/Assling fand sich demnach in der Favoritenrolle wieder und plötzlich stellten sich die Gegner hinten rein.

Dennoch gab es einen großen Sieg in Matrei als Saisonhighlight, “das fühlte sich gut an. Zu Hause gegen Rapid Lienz klappte es nicht, da waren wir aber durch die ständigen Absagen schon völlig aus dem Rhythmus. Absagen, Quarantäne und kaum Spiele- der Oktober war ehrlich gesagt nimmer schön.”


Sorge um den Meisterschaftsbetrieb im Frühjahr: "Wir wollen spielen!"

Mit dem VSV-Vorschlag konfrontiert (nur noch die Nachholspiele abwickeln, Anm.), winkt Jungmann ab: “Wir haben eine einmalige Situation, dürfen und sollen das demgemäß anders beurteilen. 6-8 Wochen Vorbereitung werden nicht mehr drin sein. Wir unterstützen das nur dann, wenn sich abzeichnet, dass sonst gar nichts mehr geht.”

Was durchaus passieren könnte, wie der selbst noch spielende Sportchef einräumt. “Aber vorher müssen wir versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Auch ohne Zuschauer? “Das können wir uns ohne Unterstützung zB seitens des Verbands nicht leisten. Im Herbst gab es in Niederösterreich so ein Modell, wir würden uns es dann überlegen.” In Niederösterreich erhielt tatsächlich jeder Verein, der ein Geisterspiel ausrichtete, zwischen 500 und 3500 Euro.

Bei den Osttirolern würde zusätzlich ein vereinsspezifisches Problem die Kostensituation verschärfen: “Unser Platz ist offen und sehr leicht zugänglich. Wir müssten nicht nur auf die Einnahmen der Zuschauer verzichten, sondern zusätzlich noch eine Security engagieren, um die Auflagen zu erfüllen!” erläutert ein besorgter Michael Jungmann.

Thal/Assling wäre bereit, viel auf sich zu nehmen das Hauptproblem ist derzeit aber im Gegensatz zum Virus sichtbar und es klingt für Osttirol vertraut: Der Winter hinterließ seine Spuren. “Wir haben immer noch jede Menge Schnee am Platz."

Bei Abbruch nach der 90%-Regel wird es Diskussionen geben

”Von dieser 90%-Regel sind wir zwar nicht betroffen, weil wir trotz drei Spielen weniger weder auf- noch absteigen können. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich Vereine die dadurch Schaden nehmen, wie Lendorf, sich einen Abstieg so einfach gefallen lassen.” Jungmann hält also ein Streitszenario für denkbar, “ohne es heraufbeschwören zu wollen”. Es wäre für ihn in dem Fall “besser, fairer und wahrscheinlich auch weniger stressig, die fehlenden Spiele zu bestreiten.”

Qualitätstransfer für die Offensive, Beteiligung an der KFV-Nachwuchsaktion

Der Funktionär konnte Denis Kerrniqi wieder zurück lotsen, der Angreifer war zuletzt in Südtirol (St. Georgen, etwa mit der RLM vergleichbar) aktiv. Die problematischen Grenzübertritte nach Südtirol bewogen ihn aber wieder zur heimischen Kost zurückzukehren. “Denis hebt unsere Qualität in der Offensive an!”, gibt sich Jungmann überzeugt.

Keine Meinungsverschiedenheiten gibt es beim Nachwuchsthema, “da haben glaube ich sowohl der Verband wie alle Vereine dieselbe Meinung. Die Jugendlichen sollen wieder auf die Plätze zurückkommen dürfen und wir unterstützen die KFV-Initative.”

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